Modelle und Pläne des Architektur-Wettbewerbs: Sechs Ideen für das neue Wohnquartier Patternhof

Modelle und Pläne des Architektur-Wettbewerbs : Sechs Ideen für das neue Wohnquartier Patternhof

Jahrelang feierte die ESG-Fußballmannschaft große Erfolge auf dem Gelände des Patternhofs. Diese Zeit ist mit der Auflösung des Vereins im vergangenen Jahr endgültig passé. Das Gelände der ehemaligen Sportstätte soll zum Wohnquartier werden.

Wie dieses einmal aussehen könnte, ist derzeit im Foyer des Rathauses an Modellen zu sehen. Studenten der Fachhochschule Aachen haben ihre Abschlussarbeiten dem Patternhof gewidmet. Als Ergebnis wurde deutlich: Die Nähe zur Inde und die Historie des Gebietes, wo einmal ein Nebenarm des Gewässers floss, inspirierte viele Studenten dazu, ebenfalls Wasser als Element einzuplanen.

Dass zukünftige Planer und Investoren gleich reihenweise Anregungen für die Zukunft des Patternhofs erhielten, steht im engen Zusammenhang mit dem 7. Architekturwettbewerb der S-Immo und FH Aachen. 17 Arbeiten wurden letztlich eingereicht, sechs davon sind im Rathausfoyer zu sehen. Den 1. Platz belegte Thomas Becker mit seinem Entwurf. „Sein Vorschlag setzt sich hervorragend in die bestehende Bebauung ein und berücksichtigt unter anderem auch die denkmalgeschützten Häuser in der unmittelbaren Umgebung“, sagte der betreuende Professor Ulrich Eckey.

Im Frühjahr waren seine Studenten gestartet – auf dem Sportplatz. Anschließend blieben ihnen einige Wochen Zeit, einen Plan und ein Modell unter dem Leitgedanken „Raum, Maß, Typ –Wohnquartier Eschweiler Patternhof“ zu entwickeln. Bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstagnachmittag war Eckey von den Vorschlägen begeistert und verglich die Studienzeit der Teilnehmer mit der Geschichte des Ikarus. „Sie bekamen Federn, Kleber und allerlei Material, um in der Abschlussarbeit zu zeigen, ob sie damit fliegen können“, sagte er, „jetzt kann ich beruhigt feststellen: Niemand ist abgestürzt.“

Da die Ausstellungseröffnung unmittelbar vor der Planungs-, Umwelt- und Bauausschusssitzung stattfand, nahmen zahlreiche Zuschauer teil. Bürgermeister Rudi Bertram erinnerte an die Entscheidung, den Patternhof zu überplanen: „Das war sehr emotional.“ Dass die S-Immo diesmal Eschweiler für den Architektur-Wettbewerb auswählte, liegt vielleicht auch daran, dass deren Geschäftsführer Dietmar Röhrig viele Jahre als Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Eschweiler gearbeitet hat. Auch im Ausschuss wurden die Ergebnisse des Wettbewerbs vorgestellt.

Die Arbeiten und Modelle sind noch bis zum 1. Oktober ausgestellt. Die weiteren Preisträger sind Zeynep Tas und Jessica Kruk. Sie erläuterten am Donnerstag selbst ihre Pläne, die als Denkanstöße und Ideen für eine Bebauung des Patternhofs dienen können. Das entsprechende Planverfahren brachte der Ausschuss wenig später auf den Weg.

(pan)
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