Katholische Grundschule Kinzweiler: Schüler begeistern mit „Es klopft bei Wanja in der Nacht“

Katholische Grundschule Kinzweiler : Schüler begeistern mit „Es klopft bei Wanja in der Nacht“

Ein halbes Jahr und 25 Probentermine lagen hinter den 15 Schülern der Theatergruppe der OGS der Katholischen Grundschule Kinzweiler, bevor die Jungschauspieler aller vier Jahrgangsstufen am Dienstag bei gleich drei Aufführungen des Theaterstücks „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ ihr Können präsentieren durften.

Unter der Gesamtleitung von Theaterpädagogin Anush Manukian vom Theater K aus Aachen rissen die Darsteller vor einem großartigen Bühnenbild zunächst ihre Mitschüler mit zwei gelungenen Aufführungen von den Sitzen, bevor am Nachmittag die Eltern, Großeltern und Geschwister in den Genuss der Spielfreude kamen.

Halbjähriges Theaterprojekt

„Es ist immer wieder bewegend, die Schüler beim Theaterspielen zu erleben und zu sehen, wie sie sich im Laufe eines halbjährigen Kurses weiterentwickeln“, sagte Sigrid Eichendorf-Kamp als Pädagogische Leiterin der OGS Kinzweiler. Das Theaterprojekt beinhaltet unter anderem auch klare Anweisungen seitens Anush Manukians. Eine solche lautete kurz vor Beginn der dritten Aufführung: „Laut sprechen!“

Doch warum bleibt die Nacht für Wanja eigentlich alles andere als ruhig? Unter anderem, weil es einem Hasentrio in der Kälte vor der Tür weniger gut geht. „Mir ist kalt, ich bin müde und habe Hunger“, klagt einer von ihnen. Zum Glück stoßen die drei Langohren auf die Hütte von Wanja und klopfen an. Der aus seinen Träumen Gerissene öffnet und lässt die nach einem warmen Plätzchen Ausschau haltenden Hasen mit den Worten „Kommt nur herein“ bereitwillig eintreten, bevor er das Feuer im Ofen kräftig anfacht und wieder zu Bett geht.

Starke Truppe: Theaterpädagogin Anush Manukian mit den OGS-Theaterkindern der Katholischen Grundschule Kinzweiler. Foto: Andreas Röchter

Wenig später klopft es erneut. Drei frierende Füchse bitten um Einlass. Die Hasen erstarren vor Angst und fordern „Lass nicht den Fuchs hinein!“. Doch ein Fuchs gibt ein Versprechen in Richtung Hasen: „Ich schwör bei meiner Ehre, dass ich dich nicht verzehre!“ In sicherem Abstand voneinander betten sich die Hasen und Füchse zur Ruhe. Diese soll nicht lange dauern, schließlich tapst auch noch ein Bär durch den immer heftigeren Schneesturm. Dieser klopft, und selbst das Feuer erschrickt. Als aber auch der Bär schwört, ganz harmlos zu sein, gewährt Wanja auch ihm Obdach für die Nacht.

Während draußen „der Schneesturm unterdessen tobt wie besessen“, bleibt es innerhalb der vier Wände von Wanjas Hütte friedlich. Zur frühen Morgenstunde legt sich der Sturm. Die Hasen erwachen und verlassen auf Zehenspitzen die Hütte, schließlich bleiben die Füchse für sie gefährlich. Wenig später schleichen sich die Füchse heraus, ohne den Bär aufzuwecken. Dieser bemerkt schließlich nach dem Erwachen, dass er sich in einer Jägerhütte befindet und sucht ebenfalls auf leisen Sohlen das Weite. Und Wanja? „War alles nur ein Traum?“, fragt er sich.

Lautstarker Applaus

Doch als er vor der Tür seiner Hütte die Spuren der Hasen, der Füchse und des Bären entdeckt, wird ihm folgendes bewusst: „Wir haben wirklich diese Nacht gemeinsam friedlich zugebracht. Was so ein Schneesturm alles macht!“ Nicht zuletzt ein friedliches Miteinander in der Not. Lautstarker Applaus der Eltern, Großeltern und Geschwister im Publikum belohnte das hervorragende Ensemble der Theatergruppe der OGS der KGS Kinzweiler. Leuchtende Augen bei allen Darstellern sprachen die gleiche Sprache und sichern ein neues Theaterprojekt.

(ran)
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