Eschweiler: Sauberkeit: Facebook-Gruppe sensibilisiert Schüler

Eschweiler: Sauberkeit: Facebook-Gruppe sensibilisiert Schüler

Zu Hunderten strömen sie in der Pause runter vom Schulhof und auf die Gehwege: Schüler des Berufskollegs, die das Rauchverbot auf dem Schulgelände umgehen.

Und vor allem die zum Sitzen einladende Treppenanlage vor der stillgelegten Eissporthalle in einen riesigen Aschenbecher voller Kippen verwandeln. Am Dienstag appellierte die von Brigitte Averdung im Facebook gegründete „Sensibilisierungs- und Aufräumtruppe” an die jungen Leute, den Platz, an dem sie sich immer wieder aufhalten, doch nicht zur Müllkippe verkommen zu lassen.

Vor der Kamera des WDR, der über die Eschweiler Bürger-Aktion in der „Lokalzeit” berichtete, zeigten etliche sich einsichtig. Andere wiederum nicht: Sollen doch andere hier aufräumen, forderten Schüler - zum Beispiel Leute, die „Mist gebaut” und deshalb Sozialstunden ableisten müssen. Natürlich fühle sich in dem Dreck niemand so recht wohl. Aber Aufräumen sei nun mal Sache der „Allgemeinheit”. Den Vorschlag Brigitte Averdungs, zum Kippensammeln doch einen Eimer mit Sand hier hinzustellen und diesen regelmäßig ordnungsgemäß - zum Beispiel an der Schule - zu leeren, taten die Jugendlichen als unzumutbar ab: „Ich komm doch nicht mit nem Eimer zur Schule!”

Es gab aber auch andere. Solche, die ihre Solidarität mit den auf mehr Sauberkeit in der Stadt bedachten Bürgern bekundeten, ihnen Erfolg wünschten und von sich zu der Schaufel griffen, die Brigitte Averdung bereitgestellt hatte, damit die Jugendlichen selbst die auf den Treppenstufen verteilten Berge von Zigarettenkippen in einen Sack packen konnten.

Zuvor hatten Brigitte Averdung, Ulrike Guenther und Ilse Weidenhaupt in der Innenstadt selbst zu Schaufel und Kehrblech gegriffen, um anderer Leute Dreck wegzmachen und Passanten für das Thema „Sauberkeit in der City” zu sensibilisieren.