Eschweiler: RWE-Chor und Band: Große Stimmen und Lieder mit viel Gefühl

Eschweiler: RWE-Chor und Band: Große Stimmen und Lieder mit viel Gefühl

Mit dem bekannten Stück „Largo aus der neuen Welt” des Komponisten Anton Dvorak eröffnete die RWE-Power-Band den Konzertabend rein instrumental und kreierte mit ihrer Darbietung eine Stimmung freudiger Erwartung auf das anstehende Konzert.

Als ersten vokalen Beitrag des Abends gab es für die 400 Zuhörer in der Festhalle Weisweiler den „Chor der Kreuzfahrer” aus Guiseppe Verdis Oper „Die Lombarden”.

Begleitet wurde der Chor durch den Pianisten Theo Palm. Allerdings präsentierten die von Chordirektor ADC Ernst Mathias Simons dirigierten Sänger erstmals auch völlig ohne Begleitung, also a Capella, gleich bei mehreren Stücken ihre starken Stimmen.

Nach etwa einer halben Stunde musikalischer Darbietungen betrat der Solist Ruslan Aliyev die Bühne. Aliyev absolvierte in Köln die Ausbildung als Opernsänger, studierte in Kapstadt und verkörperte diverse Rollen in Opernproduktionen.

Zunächst präsentierte der Bariton-Solist das Stück „A Carlo ascolta” aus Verdis Oper „Don Carlo”, bevor er darauf gemeinsam mit dem Chor aus der Operette „Der Zigeunerbaron” das „Werberlied” sang.

Die klare und kraftvolle Stimme von Ruslan Alijev ließ den Applaus der Zuschauer aufbranden, bevor der Chor gemeinsam mit dem Solisten und Theo Palm am Piano mit dem Schlager „Wien, Wien, nur du allein” in die Pause leitete.

Bei diesem, durch den Schlagerstar Peter Alexander bekannt gewordenen Lied verließ Ruslan Alijev sogar kurzerhand die Bühne und ließ es sich nicht nehmen, eine Dame aus dem Publikum zu einem Wiener Walzer auszufordern.

Nach dem Ende der Pause schaffte es die RWE Power Band, unter hervorragender Leitung von Ralf Conzen, so manche Fußpaare in der Festhalle mit dem „Mr. Anthonys Boogie” von Ray Anthony und George Williams unter den Stühlen zum Wippen zu bringen.

Mit Auszügen aus den Operetten „Gasparone” und „Die lustige Witwe” begeisterte erneut der großartige Solist des Abends die Zuhörer, bevor der Chor sich im zweiten Teil des Konzertes besonders dem Monat Mai mit den Stücken „Mailied” von Ludwig Hölty, „Im Mai” von Friedrich Silcher und dem Auszug aus dem Zyklus „Dichterliebe” von Robert Schumann: „Im wunderschönen Mai” widmete.

Abschließend zeigte der Chor noch einmal ohne den, stets grandios begleitenden, Pianisten Palm bei der Volksweise „Burschenlust” von Emanuell Geibel sein Können.

Den Abschluss des Konzertabends bildete der „Glück Auf- Marsch”, der gemeinsam von der RWE-Power-Band, Theo Palm, dem Chor und dem Solisten vorgetragen wurde.

In etwa genauso lange wie das letzte Stück des Abends hielt auch der Applaus der Zuhörerschaft an, die von dem kurzweiligen Mix aus den verschiedenen Musiksparten und der Vielfalt an Stimmungen der Stücke restlos begeistert waren. Nicht zuletzt auch aufgrund des von Ernst Mathias Simons geleiteten tollen Chores und dem herausragenden Solisten präsentierte der RWE-Chor Eschweiler e.V. auch diesmal wieder ein grandioses Frühjahrskonzert.