Eschweiler: Rundfunk strahlt eine Messe aus Hehlrath aus

Eschweiler: Rundfunk strahlt eine Messe aus Hehlrath aus

Am Sonntag steht die katholische Pfarre St. Cäcilia Hehlrath im Mittelpunkt des Westdeutschen Rundfunks.

Bereits zum siebten Mal überträgt das 5. Radioprogramm des Senders einen von Pfarrer Josef Wienand zelebrierten Gottesdienst aus der Pfarrkirche in Eschweilers Nordwesten. Zwischen 10 und 11 Uhr haben also nicht nur die Hehlrather Gläubigen die Gelegenheit, an der heiligen Messe teilzunehmen, sondern auch zahlreiche Katholiken an den Radiogeräten in weiten Teilen des Bundesgebiets.

Es liegt etwas mehr als drei Jahrzehnte zurück, als Pfarrer Josef Wienand den Inhalt eines „Geistlichen Wortes” im Radio beim Bistumsbeauftragten kritisierte. „Drei Monate später war ein Termin frei. Man sagte mir, ich könnte es ja besser machen. Nach meiner Kritik zuvor konnte ich natürlich nicht ablehnen. Seitdem ist mein Name beim WDR bekannt”, erinnert sich der Geistliche an den Beginn seiner „Rundfunklaufbahn”. Am 2. Februar 1980 folgte dann die erste Übertragung eines Radiogottesdienstes aus Hehlrath. Der kommende Sonntag sieht nun die siebte Auflage. Zuletzt war der WDR im Jahr 2007 in Hehlrath zu Gast.

„Vor etwa neun Monaten habe ich die Anfrage erhalten”, berichtet Pfarrer Josef Wienand, der Wert darauf legt, dass er das Grundthema des Gottesdienstes selber auswählen kann. Der frühere Dechant wird seine Gedanken zur „Kirche in unserer Zeit” wiedergeben. „Die Kirche ist seit Augustinus eine stets zu reformierende Institution”, betont er.

„Eine der Hauptaufgaben des Zelebranten bei einem Radiogottesdienst ist, die Gemeinde vor Ort zu beteiligen, aber auch dem Hörer die Gelegenheit zu geben, sich wiederzufinden”, macht Josef Wienand deutlich. Dessen „Einsatz” ist übrigens auch nach dem Gottesdienst keinesfalls beendet. „Eine Stunde lang habe ich den Fragen der Hörer telefonisch Rede und Antwort zu stehen. Eine Möglichkeit, die durchaus von zahlreichen Menschen genutzt wird”, weiß er aus eigener Erfahrung.

In Sachen Technik liegt die Verantwortung beim WDR. Lediglich ausreichende Stromleitungen müssen vorhanden sein. Bereits heute Nachmittag werden die Techniker des WDR in Hehlrath erwartet. Dann steht noch einmal die eine oder andere Probe an. Schließlich soll und muss am Sonntag der Leitplan eingehalten werden. „Eine gewisse Anspannung ist vorhanden, schließlich werden am Sonntag wesentlich mehr Hörer am Radio sitzen als Eschweiler Katholiken hat. Aber nach der dritten oder vierten Vokabel wird hoffentlich alles in Ordnung sein”, so der Pastor.

In der nächsten Woche steht die Nachbearbeitug auf dem Programm. „Die Hörerpost muss bearbeitet werden. Alle Nachfragen werden vom WDR an den jeweiligen Pfarrer weitergegeben, auch die Kritiken. Und da reicht die Bandbreite in der Regel von vollkommener Zustimmung bis hin zu totaler Ablehnung”, so Wienand, der am 6. Juni um 8.05 Uhr erneut im Radio zu hören ist. Dann wird innerhalb des „Geistlichen Wortes” sein Beitrag zum Thema „Glaube? Wie geht das?” im WDR 5 ausgestrahlt.