Eschweiler: Rottweiler aus aller Welt buhlen um die Gunst der Richter

Eschweiler: Rottweiler aus aller Welt buhlen um die Gunst der Richter

Gerade Haltung, stolzer Blick. So präsentierten sich rund 500 Rottweiler und ihre Halter.

Die Bezirksgruppe Eschweiler im ADRK (Allgemeiner Deutscher Rottweiler-Klub) veranstaltete die 41. Klubsiegerzuchtschau in der Dürwisser Großsportanlage. Aus der ganzen Welt reisten die Besucher und Teilnehmer an, gestartet waren Tiere aus 33 Nationen.

Am Samstagmorgen eröffneten der Hauptzuchtwart Edgar Hellmann, Schauleiter Jürgen Wulff und René Külzer, Vorsitzender der Bezirksgruppe Eschweiler, nach einem gemeinsamen Frühstück der Teilnehmer die Schau.

In vier Ringen traten unter den kritischen Augen der vier Richter jeweils bis zu 70 Tiere aus verschiedenen Altersklassen an. Am Samstag starteten die Jungtiere. In der Jüngstenklasse Rüden (6-9 Monate), Jüngstenklasse Hündinnen (6-9 Monate), Jugendklasse Rüden (9-18 Monate), Jugendklasse Hündinnen (9-18 Monate), Zwischenklasse Rüden (15-24 Monate) und Zwischenklasse Hündinnen (15-24) stellten sich insgesamt rund 250 Hunde den kritischen Richtern. Am Sonntag konkurrierten dann in der Offenen Klasse Rüden (älter als 15 Monate), Offene Klasse Hündinnen, Gebrauchshund-Klasse Rüden, Gebrauchshund-Klasse Hündinnen, Championklasse Rüden, Championklasse Hündinnen (alle älter als 15 Monate), Veteranenklasse Rüden (älter als 8 Jahre) und Veteranenklasse Hündinnen (älter als 8 Jahre) rund 230 Hunde. Dabei entging den Richtern Edgar Hellmann, Uwe Petermann, Hans-Jürgen Radtke und Paul-Dieter Viehoff nicht das kleinste Detail. Nach dem ersten Wesenstest, bei dem sich die Hunde mit ihren Hundeführern in einem Kreis mit 25 Metern Durchmesser aufstellen mussten, folgte die Prüfung des Gebisses. Auch bei der anschließenden Standbewertung konnten Hunde und Hundehalter die Ergebnisse ihres permanenten Trainings unter Beweis stellen. Sollte bei einem Tier bei diesem erneuten Test ein Wesensmangel ersichtlich sein, erfolgt der Ausschluss aus den weiteren Prüfungen. In der Standbeurteilung wurden die Kopfform, Ohrenstellung, Augenfarbe, Winklungen der Vor- und Hinterhand, Ober- und Unterlinie, Rutenstellung, Farbe des Brandes und Farbe der Lefzen und Zahnleisten von den Richtern bewertet.

Den Abschluss der Bewertung bildete das Laufen, bei dem die Kondition der Tiere beurteilt wird. Die Hunde, die in diesen Kategorien die besten Beurteilungen haben, belegten die Siegerplätze eins bis vier. Am Samstag- und Sonntagnachmittag mussten sich dann alle Tiere, die den ersten Platz in ihrem Ring erreicht hatten, im Ehrenring beweisen.

Jugendklubsieger wurde in diesem Jahr Yavier von der Burg Weibertreu der Besitzerin Claudia Wolf-Meixner aus Deutschland, Jugendklubsiegerin wurde Wanja von der Crossener Ranch des Besitzers Werner Walter, ebenfalls aus Deutschland. Klubsieger darf sich in diesem Jahr Gringo vom Oberpfälzer Wald der Besitzer Reginaldo Olivio und Idelnir Vaz aus Brasilien nennen, Klubsiegerin wurde Xenia von der Holzhaussiedlung der Besitzer Wolfgang und Daniel Kemp sowie Doreen Kloske aus Deutschland.

René Külzer zeigte sich erfreut darüber, dass auch viele Gäste den Weg nach Dürwiß gefunden hatten. Denn Rottweiler gelten in der Öffentlichkeit leider oftmals als gefährlich. Am Wochenende konnte man sich jedoch vom Gegenteil überzeugen. „Nicht die Hunderasse, sondern die Halter entscheiden über das Verhalten der Tiere”, so Külzer. Er möchte gerne mit den negativen Vorurteilen aufräumen. Die Tiere bewiesen auf dem Gelände vollkommene Gelassenheit und suchten vielmehr spielerisch den Kontakt zu ihren Artgenossen.

Den Samstagabend ließen die Rottweilerfreunde bei einem gemütlichen Festabend in der Weisweiler Festhalle enden. Ein internationales Buffet vermittelte allen Besuchern heimische Gefühle und auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Neben den Rheinveilchen aus Köln, die Vizemeister im Akrobatiktanz sind, sorgten die drei Gardetenöre von der KG Narrengarde Dürwiß für eine ausgelassene Stimmung. Das Publikum zum Kochen brachte allerdings der Auftritt „Glocken von Rom”, ebenfalls von der Narrengarde. Bei einem anschließenden Tanzabend mit der Coverband „Unlimited” konnten die Besucher und Teilnehmer der Klubsiegerzuchtschau den Abend ausklingen lassen.