Eschweiler-Röhe: Rock mit kölsche Tön macht Mai doppelt schön

Eschweiler-Röhe : Rock mit kölsche Tön macht Mai doppelt schön

„Unser Dorf hat Zukunft“ lautet das Projekt in Röhe. Um die kommenden Zeiten braucht sich der Mai-Club Röhe keine Gedanken machen, denn die sechste Auflage der Kölschen Mainacht zog zum wiederholten Male zahlreiche Feierwütige in das Festzelt am Röher Sportplatz.

Zu Beginn, auch das ist Tradition, zog der Maiclub von der Gaststätte „Zum Hirsch“ mit seinem Spielmannszug und dem ganzen Gefolge die Erftstraße hinauf, bis es sprichwörtlich nicht mehr weiterging. Die Sackgasse lag im Festzelt auf dem Sportplatz, das zu früher Stunde noch nicht ganz voll besetzt war.

Zwei Drittel des Zeltes waren wie gewohnt bestuhlt, während die Mainacht im hinteren Drittel locker an und um Stehtischen genossen werden konnte. Daniel Asara, 1. Vorsitzender der Maigesellschaft begrüßte das Publikum zunächst, ehe direkt die erste Runde des Losverkaufs folgte. DJ Martin, der über das ganz Jahr hinweg durch verschiedene Party-Säle tourt, legte auch in Röhe die altbekannten Platten auf — wobei man wohl eher von digitaler Beschallung ausgehen kann.

Der namensgebende Zusatz der Veranstaltung, das „Kölsche“ ließ dann nicht allzu lange auf sich warten. Miljö war der erste Teil der Triade, die an diesem Abend das musikalische Programm gestaltete — ein Programm, das besonders häufig zur karnevalistischen Hochzeit dargeboten wird, aber die Kölsche Mainacht bewies: in Eschweiler geht Fastelovend immer. „Kölsch statt Käsch“ und „Wolkeplatz“ waren zwei Songs, die der Menge erstmalig in dieser Nacht live dargeboten wurden, viele weitere folgten.

Urlaub auf Mallorca

Die schon beinahe nicht mehr zu den Newcomern zählende Band bewies ihre Begeisterungskraft und ließ Konfetti und (Spiel-)Geldscheine regnen.

Das erste Live-Set ebnete den Weg für die sich daran anschließenden Akteure, die auf gute Stimmung zählen konnten. Die traditionsreiche Krönung des neuen Maikönigspaares stand an. Das noch amtierende Paar Nicole und Markus Braunleder stand schließlich auch auf der Bühne, um die Insignien zu überreichen.

Über das Diadem freute sich die neue ersteigerte Maikönigin Steffi Esser ebenso wie über den Tanz mit ihrem König Daniel Lausberg, nachdem die beiden ordnungsgemäß gekrönt wurden. Gratulanten stürmten die Bühne, so wie es nachher die Tanzwilligen taten.

Nachdem die Krönung absolviert war, legte erneut DJ Martin auf. Zu Karneval, Schlager und Co. enterten Frauen und Männer unterschiedlichen Alters die Bühne und tanzten ausgelassen mal im Paar, alleine oder in der Gruppe.

Doch auch davor blieben die Gäste nicht passiv und zeigten, wie man in Röhe feiert, den wieder kälteren Temperaturen und feuchten Witterungsverhältnissen außerhalb des Zeltes zum Trotz. Nach zwei Verkaufsrunden der Lose wurden die Gewinner gezogen. Mehrere Gutscheine für Blumen und Mode fanden ebenso glückliche Gewinner wie die ersten drei Preise: 50 Euro, 100 Euro und ein Drei-Tages-Urlaub auf Mallorca.

Keine Zeit zum Durchatmen

Der zweite musikalische Höhepunkt enterte schon um elf Uhr die Bühne. Die formation Kuhl un de Gäng machten ihrem Namen alle Ehre, die Ähnlichkeit zu dem amerikanischen Namensvetter war nicht zu überhören. Ins Kölsche adaptiert präsentierten sie den „Millowitsch“, ihren Durchbruch-Hit und weitere jüngere und altbekanntere Lieder.

Kaum Luft zum Durchatmen blieb anschließend, denn fast nahtlos schloss sich das Finale an. Die Paveier produzierten in den vergangenen Jahren Ohrwürmer am laufenden Band.

Die boten sie ebenso energiegeladen dar wie auch ihre älteren Schmankerl. Eher selten hört man auf ihren Sets „Ich han de Musik bestellt“ oder „Er war der weißeste Mann am Strand“.

In Röhe waren auch diese Hits zu hören — und alle im Zelt sangen bis zum Ende mit.

(mah)
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