Realschüler besuchen den "Infopunkt Europa" im Eschweiler Rathaus

„Infopunkt Europa“ : Internationalität? Für Schüler völlig normal!

Schüler der Jahrgangsstufe sieben der Realschule Patternhof haben den „Infopunkt Europa“ im Eschweiler Rathaus besucht.

Ein kurzer Abstecher in die Niederlande oder nach Belgien? Ohne Grenzkontrolle? War dies jemals anders? Städtereisen quer durch die Länder der Europäischen Union? Eine (scheinbare) Selbstverständlichkeit! Ausbildung oder Studium im Ausland ohne überbordernde Bürokratie? Na klar! Für heutige Schüler ist Internationalität nichts Außergewöhnliches, sondern einfach eine Gegebenheit.

Wird dies auch in Zukunft so bleiben? Die Stimmen, die eine Rückkehr zum Nationalstaatsdenken favorisieren, werden jedenfalls lauter. Am Europatag, dem 9. Mai, besuchten nun Schüler der siebten Jahrgangsstufe der Realschule Patternhof mit Lehrer Christoph Steyer und Schulleiterin Michaela Silbernagel den „Infopunkt Europa“, den der Europaverein Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft (GPB) seit 2011 im Foyer des Rathauses betreibt.

Neben GPB-Präsident Peter Schöner und Geschäftsführerin Annelene Adolphs ließ es sich auch Bürgermeister Rudi Bertram nicht nehmen, die Jugendlichen zu begrüßen. „Mich treibt das Thema eines vereinten Europas schon seit Jahrzehnten. Das Reisen ohne Grenzkontrollen, Schranken und das Vorzeigen des Personalausweises sind vielleicht kleine Errungenschaften. Doch diese werden nun in Frage gestellt“, so der Bürgermeister, der die Schüler bat, aufmerksam zu sein, sich zu informieren und bei Diskussionen nachzuhaken.

„Europa ist kompliziert und die EU muss in vielen Bereichen verbessert werden. Doch ohne die Europäische Union wären Städtepartnerschaften mit Wattrelos oder Reigate & Banstead, die zahlreiche Freundschaften hervorgebracht haben, nicht entstanden“, unterstrich Rudi Bertram. In Europa und der EU sei bei weitem nicht alles Sonnenschein. „Aber es gibt nichts Besseres, als miteinander zu reden. Unsere Vorfahren haben auf diesem Kontinent furchtbare und zerstörerische Kriege erlebt. Seit der Entstehung der Idee eines vereinten Europas hat es dies nicht mehr gegeben“, schloss der Bürgermeister seine Ausführungen.

Auch Peter Schöner und Annelene Adolphs forderten die Schüler auf, sich mit dem Thema Europäische Union zu beschäftigen. „Man kann nicht zu früh damit beginnen, auch über die ganz persönlichen Vorteile, die die Zusammenarbeit der Länder innerhalb der EU jedem Einzelnen bringt, nachzudenken“, so der GPB-Präsident, der anschließend den Jugendlichen, die zuvor ihr Wissen in Sachen EU-Mitgliedsstaaten demonstriert hatten, die Gelegenheit gab, Informationsmaterial zum Thema Europa und EU zu sichten und mitzunehmen.

(ran)
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