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Ramadan Ende Anlass für Eschweiler Familienfest mit Hunderten Gästen

Eschweiler trifft sich zum Zuckerfest : Die halbe Welt feiert im Quartier West

Hunderte Menschen, dutzende Nationen, Christen und Muslime – sie alle feierten zusammen das Zuckerfest zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Eingeladen hatten die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer zusammen mit der regionalen Flüchtlingsberatung und dem Quartiersmanagement Eschweiler-West.

Schönstes Sommerwetter lockte zahlreiche Familien auf das weitläufige Gelände an der Gutenbergstraße. Dort genossen die Gäste bei schönstem Sommerwetter ein buntes Buffet leckerer Speisen und Getränke, plaudereten miteinander und tanzten zur Musik. „Wir haben das Fest extra in den Nachmittag gelegt, damit die Familien mit ihren Kindern dabei sind“, so Quartiersmanager Raphael Kamp.

Der Erfolg gab ihnen Recht: Fast 500 Gäste schauten am Nachmittag auf der großen Rasenfläche südlich von Awo- und Quartiersbüro vorbei. Awo-Migrationsberaterin Diplom-Sozialpädagogin Bouchra Baboua freute sich über die „Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und sozialen Schichten“, die vertreten waren. Neben Muslimen aus Nordafrika, dem Nahen Osten und dem Kaukasus mischten sich Eschweiler Einheimische unter die feiernden Gäste, darunter auch Bürgermeister Rudi Bertram, Mitglieder der Stadtverwaltung, Vertreter der Schulen, der Polizei, des nahen Gesundheitsamts und des Integrationsrats.

Bürgermeister Rudi Bertram, Stammgast bei den Zuckerfest- und Weihnachsfeiern der Awo, zeigte sich rundum begeistert: „Jeder, der immer nur dumm rumredet, sollte sich mal ansehen, wie schön das hier ist und was für gute Arbeit hier geleistet wird! In friedlichem Zusammenleben werden hier Kontakte geknüpft, Vorurteile abgebaut und Freundschaften geschlossen.“

Auch Bouchra Baboua genießt orginal marokkanischen Tee. Foto: Rudolf Müller

Ein besonderer Dank Bouchra Babouas galt den vielen Ehrenamtlern, die beim Aufbau der Zelte und der Tischgarnituren mitanpackten. Zudem ermöglichte der Lions-Club Eschweiler-Ascvilare eine Spielecke für die Kinder, und Christine Zittel steuerte Essen mit bei. Neben traditionellen Speisen, marokkanischem Tee und arabischem Kaffee gab es jede Menge Süßgebäck, bei dem die Kinder beherzt zugriffen. Auch die Musik wurde durch Ehrenamtler beigesteuert: Sameh Metwali und Mohamed Ibrahim sorgten für orientalische Klänge.

„Wir freuen uns, dass die Menschen sich kennenlernen, damit werden Ängste und Hemmungen abgebaut“, so Baboua zu dem Fest, das am Ende länger dauerte als geplant. Das Ziel sei es auch weiterhin,  durch gemeinsame Feste das friedvolle Miteinander der Menschen in Eschweiler zu fördern und die Menschen ins Gespräch zu bringen.