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Eschweiler: Prinz verwandelt Redaktion in Tollhaus

Eschweiler : Prinz verwandelt Redaktion in Tollhaus

Halbzeit im Prinzenfahrplan: An die 120 Termine hatte Tollität schon hinter sich und - innerhalb der nächsten zehn Tage - noch ebenso viele vor sich, als Michael I. am Donnerstagabend mitsamt Zeremonienmeister Christian und großem Tross unsere Redaktionsräume an der Englerthstraße im Sturm eroberte.

Angekündigt von den Prinzenbläsern, deren Trompetensignale denen der legendären Posaunen von Jericho in puncto Lautstärke in nichts nachstanden. Tollität kam, um Danke zu sagen und Orden zu verteilen. Dabei ist eigentlich er es, dem Dank und Auszeichnungen gebühren: für eine bislang fantastische Session, die von seiner Herzlichkeit bestens profitiert.

Tollität im Dauereinsatz: Am Donnerstag besuchte die illustre Schar das Altenheim Haus Regina, ehe sie die Redaktion stürmte, um anschließend nach einem Auftritt bei den Dekanatsfrauen mit den Ex-Prinzen und -Zeremonienmeistern im „Dom 2000” eine lange Nacht zu erleben. In Zeiten wie diesen verzichtet Tollität gerne auf seinen Schönheitsschlaf - drei bis vier Stunden pro Nacht müssen reichen. „Ich lieg´ ohnehin nur wach und versuche, all die Eindrücke zu verarbeiten, die täglich auf mich einstürmen”, sagt Michael I.

Da sind die Auftritte in ganz kleinen Sälen voller Senioren, wo riesige Wellen der Herzlichkeit auf das Prinzengespann branden. Da ist aber auch der Einmarsch im heimischen Hastenrath - „was da an Gefühlen hochkommt, das ist nicht zu beschreiben”. Da sind die Damensitzungen, wo Herzen und Hände von 600 Frauen dem Prinzen zufliegen. Und da ist der Abend bei der Hospizinitiative, wo klar wird, wie eng Freude und Trauer, Leben und Tod beieinander liegen.

Wie auch immer: Michael Schümmer möchte keine Minute missen. Und wenn er etwas bedauert, dann ist es „nur” die Tatsache, dass er und die Seinen viel zu wenig Zeit für die Kinder haben. „Gerade den Kindern bedeutet es eine Menge, wenn der Prinz kommt. Da ist es traurig, wenn der Zeitdruck so groß ist, dass wir schon nach ein paar Minuten wieder weg müssen.” Ändern kann er´s nicht: Schuld ist der enge Veranstaltungsplan der Gesellschaften.