Pop-Up-Store „1a“: Ein Monat voller Unikate

Innovatives Konzept : Ein Monat voller Unikate beim Pop-Up-Store „1a“

Weihnachtsgeschenke der besonderen Art finden und gleichzeitig etwas Gutes tun? Das ist das Versprechen des neuen Pop-Up-Stores in der Josefstraße 1a mit dem passenden Namen „1a“, erklärte Projektleiterin Britta Köhler.

Sie hat zusammen mit dem Werkstattpädagogen und Designer Daniel Günther die Idee für das Förderzentrum „EntwicklungsCenter“ und „low-tec“ umgesetzt.

Das Konzept ist einfach und doch innovativ: Pop-Up-Stores eröffnen als normaler Laden für einen bestimmten Zeitraum und bieten meist nur saisonale Ware an oder nur einen gewissen Vorrat einer Ware. Das „EntwicklungsCenter“ verfolgt dabei in Eschweiler noch einen weiteren Gedanken.

Bei der Entwicklung wurden in einer Kooperation mit dem Jobcenter Städteregion Aachen Bezieher von Arbeitslosengeld II aus Eschweiler und Stolberg eingebunden, die sich nach ihren Fähigkeiten bei der Gestaltung des Ladens einbringen konnten. So sollen sie Erfahrungen sammeln, die ihnen dabei helfen können, wieder eine feste Arbeitsstelle zu finden.

Diese Lampen haben besonders viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Foto: Christian Ebener

Der weitere Clou: Die zahlreichen Dekorationsgegenstände, Kleider und mehr wurden von den Projektteilnehmern und vielen Trägern für „1a“ produziert. Dazu gehören beispielsweise die Jugendwerkstatt Köln, die Produktionsschule Wuppertal, die Wabe e.V. oder die JVA Aachen. Die Einnahmen, die durch die zahlreichen Unikate entstehen, sollen dann wieder zurück an die Träger fließen.

„Wir bieten bewusst viele gemischte Produkte an, die als Unikate natürlich auch etwas höherpreisiger sind“, betonte Köhler. Mit „1a“ sei in der Weihnachtszeit wieder ein Laden in Eschweilers Innenstadt, bei dem sich das Stöbern lohne und der Produkte abseits der Massenfertigungen bietet. Als eins von sechs Förderzentren in der Städteregion könne man den Projektteilnehmern „arbeitsmarktorientiertes Arbeiten“ ermöglichen – Recherche, Lagerung, Verpackung und Aufbau gehören da ebenso dazu, wie kaufmännische Aufgaben.

„Das ist super, weil sich jeder einbringen kann“, freute sich auch Köhler. Gerne seien Arbeitgeber eingeladen, vor Ort vorbeizuschauen und direkt mit den Teilnehmern in Kontakt zu treten, die den Laden mit viel Liebe in dem leerstehenden Verkaufsbereich eingerichtet haben, das von den Vermietern für den guten Zweck zur Verfügung gestellt wurde.

Wie lang man nun genau vor Ort ist, konnte Köhler noch nicht versprechen. Definitiv bis nach Weihnachten, an Dienstagen, Donnerstagen und Freitagen von 10 bis 17 Uhr. Danach müsse man das Projekt, das seit August „in der Pipeline war“, evaluieren und sich auf den nächsten Pop-Up-Store vorbereiten, der im Frühjahr seine Heimat in Stolberg finden soll.

Stolz sei man, dass bereits 30 Minuten vor der offiziellen Eröffnung schon das erste Objekt verkaufen konnte. Besonders liebevoll gestaltete Lampen mit besonderen Designideen zogen die Aufmerksamkeit der vielen Besucher auf sich. Und klar ist: Was verkauft ist, ist auch weg, denn keine Idee wurde hier zweimal umgesetzt.

„Wir haben viel Herzblut hier hinein gesteckt und es ist es wert, mal zum Stöbern vorbeizukommen“, so Köhler, „da wir immer wieder neue Sachen bekommen, lohnt sich das auch mehrfach!“ Und Teilnehmerin Claudia Emmrich bestätigte: „Das war wirklich eine aufregende Zeit und wir stehen da komplett hinter. Wir freuen uns jetzt einfach auf viele Besucher!“

(cheb)
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