Eschweiler: Personalrat wehrt sich gegen „Filz“-Vorwürfe

Eschweiler: Personalrat wehrt sich gegen „Filz“-Vorwürfe

Der Personalrat der Stadt Eschweiler hat sich zu den Vorwürfen des CDU-Bürgermeisterkandidaten Wilfried Berndt geäußert und damit Stellung zu dessen Rede bei der offiziellen Vorstellung in der vorigen Woche bezogen.

Das geht aus einem Schreiben hervor, das unserer Redaktion vorliegt. „Schockiert“ sei man gewesen. „Auch wenn es mal wieder in die übliche Wahlkampfschlacht vor einer Kommunalwahl und Bürgermeisterwahl geht, wird der Personalrat darauf achten, seine Neutralität zu wahren“, heißt es in der Stellungnahme.

Als „Filz“ wolle man sich ganz sicher nicht bezeichnen lassen. „Wir sind nicht ein Haufen von Mitarbeitern, deren Kompetenzen und deren Fachwissen man mit einem Handstrich aberkennt und uns zu Herdenvieh mit Parteibuch deklariert“, heißt es weiter.

„Diffamierende Äußerungen“

Man werde es nicht hinnehmen, dass im Wahlkampf eine Schlammschlacht auf den Rücken der Mitarbeiter ausgetragen werde. „Wir sind der Personalkörper, der trotz aller fortwährend schwieriger werdenden Voraussetzungen immer noch dieses ‚Schiff Verwaltung‘ hoch hält. Wir sind die, denen man nicht ohne weiteres die Kompetenz und das Wissen absprechen kann, nur um sich selbst zu profilieren oder Themen für eine Kandidatenrede zusammenzubekommen“, bezieht der Personalrat Stellung. Man werde versuchen, die Kollegen „vor solch diffamierenden Äußerungen jeglicher politischer Couleur zu schützen“.

Und einen Appell an die Politiker gibt es auch: Man könne nur hoffen, dass jeder, der sich für die anstehenden Wahlen aufstellen lasse, nicht vergesse, dass es die Ruderer seien, die ein Schiff vorwärts bewegen und kein Steuermann je ein Schiff allein manövriert habe.

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