Angemerkt zur Städtepartnerschaft: Optimales Ziel für Kurztouristen

Angemerkt zur Städtepartnerschaft : Optimales Ziel für Kurztouristen

Eschweilers neue Partnerstadt ist ein optimales Reiseziel für Kurztouristen, die in vier, fünf Tagen auf überschaubaren Distanzen viel geboten bekommen.

Sulzbach-Rosenberg hat das, wovon viele andere Städte nur träumen können: sichtbare deutsche Historie, die Jahrhunderte zurückreicht, dazu ein bedeutendes Kapitel Industriegeschichte.

Wem das nicht reicht, für den liegt Nürnberg und Regensburg nicht weit entfernt, und Natur gibt es genügend in unmittelbarer Umgebung. Wohnmobilisten, Kletterer, Wanderer und Rad-Touristen können etliche Routen wählen. Zu den bekanntesten zählen der Fünf-Flüsse-Radweg und der „Erzweg“, der eine „perfekte Visitenkarte der Herzogstadt“ abgebe.

Auf Bildung und Natur wollen auch in unserer Region immer mehr Kommunen setzen, Touristen bringen Geld. Und es wird die Zeit kommen, dass das auch in Eschweiler bedeutender wird. Auch hinsichtlich dieser Erfahrungen kann die Stadt von der neuen Freundschaft in die Oberpfalz profitieren.

Es gibt besonders für Reisende aus der Indestadt noch etwas anderes, das den Besuch lohnenswert macht, und das ist ihre Herkunft. Es gibt viele Länder auf der Welt, in denen uns Deutsche der größte Respekt entgegengebracht wird, und in Sulzbach-Rosenberg sind eben die Eschweiler gerne gesehen. Natürlich kennt nicht jeder Bürger dort die Stadt bei Aachen, geschweige denn die Städtepartnerschaft.

Aber die, die den Kontakt seit Jahren pflegen, freuen sich umso mehr auf noch mehr Besucher. Für manche ist mit der besiegelten Partnerschaft „nach 20 Jahren ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen“. Das Du wird einem schneller angeboten als die Maß Bier auf dem Tisch steht, oder es wird erst gar nicht gesietzt. Die Narrenzunft und alle anderen, die seit Jahren privat Besuche und Gegenbesuche organisieren, haben Vorarbeit geleistet für ein gutes Ansehen Eschweilers. Potenzial ist also gegeben, dass die Fahrten dorthin genauso rege wahrgenommen werden wie nach Wattrelos.

Einen Fauxpas zum Schmunzeln hat sich ausgerechnet der Kulturpreisträger der Stadt, Dieter Radl, geleistet. Der trug den Eschweilern oberpfälzische Mundart („zart, saugrob, lautmalerisch, mitunter wie Hundebellen“) vor. Und er war froh, dass seine Gäste auch einen Dialekt pflegen, das Eischwiele Platt eben. Nur war er im Glauben, dass das eine Mischung aus Kölsch und Oecher Platt sei. Es wahr ihm schnell verziehen.

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