Eschweiler: Oft fehlen zwei Euro fürs Mittagessen

Eschweiler: Oft fehlen zwei Euro fürs Mittagessen

2478 Alleinstehende und Familien mit insgesamt 493 Kindern suchten im vergangenen Jahr Hilfe in der Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) an der Peilsgasse. Tendenz steigend.

Kein Wunder, dass die 55 ehrenamtlichen Helferinnen und die neun hauptamtlichen Mitarbeiterinnen häufig an ihre Belastungsgrenzen stoßen und stets auf der Suche nach weiteren helfenden Händen sind.

Nicole Wagenbach, die seit einem Jahr dem SkF vorsitzt und die Nachfolge von Annemarie Breuer antrat: „Wichtig ist, dass man die Leute sucht und direkt anspricht.” Die Zahlen des Jahres 2008, die jetzt vorgelegt wurden, gewähren einen Einblick in die vielfältige Arbeit des SkF: 347 Familien (davon 58 Alleinerziehende) mit 264 Kindern nahmen die Allgemeine soziale Beratung in Anspruch.

Die Schuldner- und Insolvenzberatung meldet 398 Fälle (58 Alleinerziehende) mit 215 betroffenen Kindern. 1520 Besucher nutzten die Kleiderstube, 124 Frauen holten sich beim SkF Rat und Hilfe - in der Regel handelt es sich um Schwangerschaftsberatung. Hinzu kommen 79 Betreuungen und vier Verfahrenspflegschaften.

Besonders zeitintensiv gestaltet sich die Arbeit in der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Dort stoßen die Mitarbeiterinnen oft an die brutalen Grenzen des „sozialen Netzes”: „Der Beitrag für ein Mittagessen von zwei Euro träglich im Kindergarten kann zum Monatsende ein Problem werden”, berichtet Petra Kogel, die als Sozialpädagogin sechs Familien unterstützt.

Mehr von Aachener Nachrichten