Eschweiler: Notlandung im Feld am Blausteinsee endet glücklich

Eschweiler: Notlandung im Feld am Blausteinsee endet glücklich

Ohne Verletzungen ist am Donnerstagmittag die Notlandung eines Sportflugzeugs in einem Weizenfeld am Blausteinsee geendet. Eigentlich sollte die Landung erst auf dem Flugplatz Merzbrück erfolgen - doch dann ging der Motor aus.

Also ging der 70-jährige Fluglehrer Roland Winklener vom Luftsportclub Bayer Leverkusen mit der Maschine des Typs Super Dimona im Feld zu Boden. Das Mannöver gelang.

Danach war für alle Beteiligten - auch die Polizeibeamten - schieben angesagt.

Winklener war mit der 18-jährigen Flugschülerin Maike Kolanda auf den Weg von Leverkusen nach Merzbrück. Flüge wie diese gehören zu seinem täglichen Geschäft. „Bisher ist nie etwa passiert“, sagt er. Doch diesmal stotterte 50 Kilometer nach dem Start in der Luft plötzlich der Motor. Der Propeller blieb stehen.

Also ging er in ein Segelmannöver über und suchte nach einer geeigneten Landestelle. „Das passiert dann irgendwie automatisch“, sagte der erfahrene Flieger - seit 52 Jahren sitzt er am Steuerknüppel - anschließend.

Diesen Vorgang hatte er zuvor mit der Flugschülerin mehrmals geübt, allerdings wurde jedes Mal vor dem Aufsetzen durchgestartet. „Nun hat sie dies mehrmals erlebt - und einmal richtig.“ Auch die 18-Jährige war nach der gelungenen Notlandung erleichtert. An ihren Flugambitionen änderte das Erlebnis nichts. Den bisherigen 130 Flugstunden sollen weitere folgen.

Die Polizei nahm die Sachlage auf, informierte die Luftfahrtbehörde und erwies sich anschließend als wahrer Freund und Helfer: Die Polizisten schoben den Flieger vom Feld. Er wird nun zum Teil demontiert, auf einen Anhänger gestellt und nach Leverkusen gebracht.

(pan)
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