St.-Sebastianus-Schützen: Nothberger feiern dreitägigen Festakt

St.-Sebastianus-Schützen : Nothberger feiern dreitägigen Festakt

Alle Jahre wieder und das seit 1407 krönen die Nothberger Schützen ihr Königspaar. Traditionsgemäß an Pfingsten bot sich am Omerbach ein dreitägiger Festakt für alle Generationen.

Die Feiertagswochenenden bieten sich an, das bewiesen schon eine Woche zuvor die Kollegen aus dem Eschweiler Norden, und Schlag auf Schlag geht es in der indestädtischen Schützensaison weiter, ehe mit dem Bezirksschützenfest diese Woche in Hehlrath der ganz große Anlass folgt.

Doch zuvor nutzte die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1407 Nothberg e.V. die Gelegenheit, ihr eigenes Fest an Pfingsten zu zelebrieren. Am Samstagabend ging es mit dem Festzug durch Nothberg, noch war das neue Königspaar, Dieter und Monika Nonnweiler, nicht gekrönt. Umso erfreuter war die Bruderschaft über die musikalischen Gäste: „Mr. Move, alias Horst Krefelder, hat gestern Abend richtig gut für Stimmung gesorgt“, zog Heinz-Hubert Krüger vom Verein das Fazit am Sonntag und zog Parallelen zu Elvis. Am Kommers- und Partyabend sorgten zudem „The Night Flyers“ mit Livemusik für einen unterhaltsamen Einstieg in drei Tage Schützenfest.

Während in der Nacht unweit des Nothberger Marktplatzes ein Feuer loderte und zum Glück glimpflich endete, war am Sonntag volles Programm bei den Schützen angesagt. Früh am Morgen startete die Bruderschaft mit dem Kirchgang in den Tag. Bei der Heiligen Messe wurden mit Pfarrer Hannokarl Weishaupt die Majestäten gekrönt und der Kranz niedergelegt. Dieter und Monika Nonnweiler lösten Hans und Rosi Krüger als Königspaar ab, wohingegen Yanni Nonnweiler alter und neuer Jugendprinz und Judith Schmitz alte und neue Schülerprinzessin waren. Letztere trug nicht nur diesen Titel mit Würden, gleichwohl war sie Bezirksschülerprinzessin. Zudem konnte Hans Krüger als amtierender Bezirkskönig bezeichnet werden.

Bei all den Titeln und Krönungen war ein besonderer Moment wohl die dritte Krönung von Dieter Nonnweiler, sodass er die Kaiserwürde erlangt hat, die er allerdings erst im kommenden Jahr verliehen bekommt. Die Ehrungen, zu denen auch die von Hardi Keulen für 50 Jahre Mitgliedschaft bei den Nothberger Schützen zählte, waren Anlass genug, zu feiern: „1407 gegründet, haben wir mit Ausnahme der Kriegsjahre kein Jahr ausgelassen und stets Majestäten krönen können.“, freute sich auch Krüger, gleichzeitig Brudermeister der Gesellschaft.

Zu den Feierlichkeiten waren über alle Tage hinweg mehr als eine Hand voll befreundete Bruderschaften gekommen, die Spielfreunde der Nothberger Burgwache begleiteten die Umzüge musikalisch. Der Zweite startete dann mit Beteiligung einzelner Gastvereine und dem Katholischen Kindergarten St. Cäcilia am Sonntagnachmittag. Durch das ganze Dorf ging es, vom Marktplatz über die Hohe Straße und auch in der Schleh erklangen Musik und die Hufen der zwei Pferde, die die Kutsche mit dem alten und neuen Königspaar zogen.

Nach öffentlichen Bedenken vor zwei Jahren konnte die Bruderschaft mit der Kutsche ein wahres Schmuckstück präsentieren und ihren Majestäten einen standesgemäßen Transport bieten. Über die Hüchelner Straße, den Fresenberg und die Cäcilienstraße ging es zurück zum Schützenheim am Omerbach. Ein Familienfest mit Attraktionen für die Kleinsten schloss sich an. Hüpfburg, Torwand und der sogenannte „Water Ball“ waren eine fröhliche Abwechslung. Ebenso führte die Freiwillige Feuerwehr Löschzug Stadtmitte einen ihrer Wagen samt Schläuchen vor.

Königlich wurde es dann zu späterer Stunde, die Majestäten wurden zum Königs- und Prinzenball abgeholt. Ein kurzweiliger Abend bis in die Nacht folgte, Musik kam erneut von „The Night Flyers“ und dem Live-Act „Tzwen GPunkt“.

Am Montag konzentrierten sich die Schützen zum Abschluss mit dem Seniorennachmittag auf die ältere Generation. Zur Kaffee- und Kuchenzeit durfte erneut handgemachte Musik nicht fehlen, die Inde-Musiker spielten das Schützenfest in den Ausklang.

(mah)
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