Eschweiler: Neues Seniorenzentrum für zehn Millionen Euro

Eschweiler: Neues Seniorenzentrum für zehn Millionen Euro

Der Bauantrag ist gestellt, die Arbeiter stehen Schaufel bei Fuß und im Dezember soll schon der Einzug ins neue Domizil erfolgen: Die Conesta-Unternehmensgruppe aus Köln wird auf dem Ringofen ein Seniorenzentrum für etwa zehn Millionen Euro errichten.

Auch der Mieter steht schon fest, nämlich die AGO-Unternehmensgruppe, die bisher in der Bismarckstraße ein Domizil betreibt. Dort lief der Mietvertrag jedoch aus, die Verhandlungen über eine Verlängerung scheiterten, sodass man sich nach einer anderen Lösung umschaute.

„Wir wollten Eschweiler ungern verlassen”, berichtet Mathias Neumayer, Geschäftsführer der AGO Betriebsgesellschaft für Sozialeinrichtungen mbH. In den Gesprächen mit der Stadt habe man schnell Einigung erzielen können, denn das Grundstück für den Neubau gehörte der Kommune. Da Neumayers Unternehmen lediglich als Betreiber von Senioreneinrichtungen auftritt, musste auch ein Investor gefunden werden. Diese Suche war jedoch schnell beendet, denn mit Conesta arbeitet die AGO-Unternehmensgruppe auch schon in Bergisch Gladbach zusammen.

Dreigeschossiger Bau

Der dreigeschossige Bau auf dem Ringofengelände wird 88 Einbettzimmern und sechs Doppelzimmern Platz bieten. Hinzu kommen 25 betreute Wohnungen auf dem 4000 Quadratmeter großen Areal. Ein weiterer Ausbau ist auf diesem Grundstück nicht möglich, wie Neumayer unterstreicht. Der Mietvertrag läuft 25 Jahre, am 1. Dezember soll die Eröffnung gefeiert werden.

Die etwa 100 Mitarbeiter an der Bismarckstraße können, insofern sie denn wollen, auch an der neuen Betriebsstätte zu gleichen Konditionen arbeiten. Dann allerdings verbunden mit einem Wechsel in die neue Betriebsgesellschaft. Es sind jedoch nicht alle betroffen, denn die AGO Service GmbH, die die Hauswirtschaft und Küche betreibt, wird bestehen bleiben und lediglich umziehen.

Die Angestellten wurden in der vergangenen Woche ebenso im Detail informiert wie die Bewohner des Hauses an der Bismarckstraße. Auch sie erhielten das Angebot, zum 1. Dezember umzuziehen. „Am neuen Ort kommen keine höheren monatlichen Kosten auf sie zu”, verspricht Neumayer.

Das neue Haus auf dem Ringofengelände bietet der AGO erweiterte Möglichkeiten. „Dort können wir unser Dementenkonzept umsetzen”, betont der AGO-Geschäftsführer. Auch die Zimmer seien komfortabler.