Eschweiler: Neue Satzung für Haus- und Grundbesitzer

Eschweiler : Neue Satzung für Haus- und Grundbesitzer

„Die modernste Satzung“ im Landesverband — das kann sich Haus&Grund Eschweiler nach Worten des Verbandsdirektors Erik Uwe Amaya derzeit auf die Fahnen schreiben. Die Mitglieder beschlossen die neue Satzung einstimmig. Diese entspricht nun den zeitgemäßen Anforderungen.

„Damit haben Sie meines Wissens nach zur Zeit die modernste Satzung im Landesverband, vielleicht sogar in ganz Nordrhein-Westfalen“, lobte Verbandsdirektor Erik Uwe Amaya die Verantwortlichen im Vorstand rund um den Vorsitzenden Johannes Gastreich.

Neuer Mietspiegel

Seit der vorangegangenen Versammlung war erst gut ein halbes Jahr vergangen — und doch ist in der Zwischenzeit einiges passiert. So wurden die Verhandlungen zum aktuellen Mietspiegel geführt: Mietsteigerungen zwischen zwei und sieben Prozent sind geplant. Der Mietspiegel kann über die Geschäftsstelle bezogen werden.

Die Kassenlage ist gut, wie Schatzmeister Hans Graaf in seinem Jahresbericht über das Geschäftsjahr 2017 darlegen konnte. Und auch wenn im laufenden Jahr wohl die Ausgaben etwas steigen werden: „Wir bleiben weiter bemüht, Einnahmen und Ausgaben im Einklang zu halten, und dem Verein Kosten zu sparen“, versprach Graaf. Die Kassenprüfer Dr. Paul Pütz und Christian Wolny bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde entsprechend einstimmig entlastet. Anschließend wurden die Kassenprüfer — ebenfalls einstimmig — wiedergewählt. Gastreich dankte insbesondere auch seinen Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle, Rechtsberaterin Rain Sandra Lorenz und Kerstin Krosch, für ihre Arbeit.

Anschließend ging es um die neue Satzung. Hier gab es einige ganz wesentliche Änderungen. Eine bezog sich auf das Thema Datenschutz. Bei einer weiteren ging es um die Mitgliedschaft. So können nun Ehepaare auch gemeinsam Mitglied im Verein werden. Außerdem dürfen nun auch Verwalter dem Verein beitreten, und zwar auch ohne selbst über Eigentum zu verfügen. Davon erhofft sich der Vorstand einige weitere Mitglieder, da auch der Bereich rund ums Wohnungseigentum und damit Fragen zum Wohnungseigentumsgesetz immer wichtiger wird.

Wichtig war außerdem das Thema Haftung. Denn die bisherigen Regelungen hierzu setzten den ausschließlich ehrenamtlich tätigen Vorstand hohen Haftungsrisiken aus. Dank der Satzungsänderung kann der Vorstand nun eine angemessene Vermögensschaden-Haftplichversicherung abschließen. „Damit haben Sie den Verein zukunftsfähig gehalten“, freute sich der Vorsitzende mit Blick auf die dadurch wohl deutlich erhöhte Bereitschaft der Mitglieder, ehrenamtlich mitzuarbeiten.

Zuvor hatte Verbandsdirektor Amaya bereits berichtet, was Immobilieneigentümer künftig von der Politik in Bund und Land erwarten dürfen. So soll die Mietpreisbremse auf Bundesebene nicht nur erhalten bleiben, sondern sogar noch etwas verschärft werden.

Die Modernisierungsumlage soll von elf auf acht Prozent beziehungsweise maximal 3 Euro pro Quadratmeter in sechs Jahren reduziert werden. Und es soll eine Grundsteuer C eingeführt werden, die Spekulation mit Boden erschweren soll.

Darüber hinaus ist ein Baukindergeld in Höhe von 1200 Euro je Kind für das selbstgenutzte Familienheim geplant. Zu Gute kommt das allen, die maximal über ein Jahreseinkommen in Höhe von 75.000 Euro verfügen (plus einem Freibetrag für jedes Kind in Höhe von 15.000 Euro) — gezahlt wird es zehn Jahre lang.

Landesweite Änderungen

Auch in NRW sind einige Änderungen geplant: die Abschaffung sowohl der Mietpreisbremse als auch der Kappungsgrenzen- und Kündigungsperrfrist-Verordnung, die Überprüfung des Wohnaufsichtsgesetzes („Wohnungspolizeigesetz“), die Neufassung einer baufreundlichen Bauordnung, das Einsetzen einer Baukosten-Senkungskommission, die Einführung einer faktischen Grundsteuerbremse, die Anhebung der Eigentumsförderung sowie die Stärkung der ländlichen Regionen. Für private Eigentümer und Vermieter in NRW gibt es also durchaus einige Anlässe, optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Mehr von Aachener Nachrichten