Rosenmontagszug in Eschweiler: Närrischer Lindwurm setzt sich um 12 Uhr in Bewegung

Rosenmontagszug in Eschweiler : Närrischer Lindwurm setzt sich um 12 Uhr in Bewegung

Der Countdown zum drittgrößten Rosenmontagszug in der närrischen Republik läuft. 6000 Jecke ziehen mit dem Prinzen durch die Eschweiler City

„Abmarsch!“ heißt es am Rosenmontag um 12 Uhr auf der Indestraße an der Brücke Bergrather Straße. Das Motto des drittgrößten Zuges in Deutschland heißt „8X11 Joare – zesammestonn“.

Die 22 Gesellschaften und das Karnevalskomitee reihen sich wie folgt auf: KG „Lätitia“ Blaue Funken Weisweiler, KG Garderegiment Weiß-Rot, KG „Die Löwengarde“, KG Röthgener Garde, KG Ulk Eschweiler-Oberröthgen, KF Böse Buben, Eschweiler Scharwache, KG Grüne Funken, KG Onjekauchde Eschweiler-Röhe, KG Narrenzunft Pumpestich, KG Klee Oepe Jonge, KG Lustige Reserve Eschweiler, KG Kirchspiel Lohn, KG Rote-Funken-Artillerie Eschweiler, KG Löstije Eschweiler Afrikaner, KG Eefelkank Eschweiler-Hastenrath, KG Fidele Trammebülle, KG Prinzengilde Eschweiler-Bergrath, KG Ulk Hehlrath, KG Nothberger Burgwache, das Geschäftsführende Karnevals-Komitee. Als vorletzte KG ist die Blaue-Funken-Artillerie Eschweiler mit Prinz Paulo I. und Zerm Pedro an der Reihe – zum Schluss winkt die KG Narrengarde Dürwiß mit dem Vorjahresprinzen Patrick I und Zerm Michael.

Die meisten Gruppen stellt auch in diesem Jahr die Rote-Funken-Artillerie: 49 sind es insgesamt, eine weniger als im Vorjahr. 40 Gruppen stellt die Narrengarde Dürwiß, und als drittstärkste nimmt die KG „Lätitia“ Blaue Funken Weisweiler mit 38 Gruppen teil. Gefolgt von der Eefelkank und der Nothberger Burgwache, die jeweils 31 Gruppen gemeldet haben.

Klare Auflagen

Auch in diesem Jahr ist der Karnevalskomitee die Abfallentsorgung ein besonders großes Anliegen und so appellieren Norbert Weiland & Co.: „Bei der derzeitigen finanziellen Situation der Städte und Gemeinden ist es auch für uns eine unumgängliche Pflicht, Bereitschaft und Einsatz zu zeigen, um unumgängliche Kosten zu stabilisieren bzw. sogar zu senken. Wir alle, die am Rosenmontagszug aktiv teilnehmen, müssen und können dazu beitragen. Seit vielen Jahren sprechen wir auf den Komitee-Sitzungen das Thema Abfallentsorgung an. Sehr wahrscheinlich nicht präzise oder detailliert genug. Deshalb ergehen folgende Hinweise an die Gesellschaften mit der dringlichsten Bitte diese an alle Korporationen und Kostümgruppen weiter zu geben.“

In Sachen Sicherheit gibt es genaue Auflagen: „Als Wurfgegenstände sind nur Blumen und lose gepackte Karamellen zu verwenden. Das Werfen von: Äpfeln, Apfelsinen, Bällen, Flaschen, Gläsern, Bierbüchsen, hartgekochten Eiern, hartverpackten Gegenständen wie Drops oder ähnliches ist untersagt. Schäden, die durch das Werfen damit entstehen, werden von der Versicherung nicht reguliert. Blumen und Karamellen sind so weit zu werfen, dass sie nicht in der Nähe der Wagen aufgenommen werden müssen.

Dort besteht erhöhte Unfall- und Verletzungsgefahr! Karamellen dürfen nicht mit großer Wucht in die Reihen der Zuschauer geworfen werden. Es können ernsthafte Verletzungen (zum Beispiel an Augen oder Zähnen) entstehen. Für Schäden, die durch grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten entstehen, muss der Schädiger selbst haften.“

Und zu guter Letzt: „Aus gegebenem Anlass weisen wir erneut darauf hin, dass zum Schutze unserer Zugteilnehmer und aller Zuschauer das Tragen von Kostümen oder sakralen Gegenständen, die religiöse Gruppierungen karikieren oder gar die Gefühle von Mitgliedern dieser Glaubensgemeinschaften zutiefst verletzen, grundsätzlich verboten ist.“