„nachtfrequenz 2019“: Jugend feiert am Eschweiler Stadtpark

Nacht der Jugendkultur : Skater, Graffiti-Künstler und Musiker beeindrucken

Zum ersten Mal haben alle Jugendorganisationen gemeinsam am Skatepark den Jugendkulturtag gefeiert. Ein vielfältiges Angebot zeigte, dass der Eschweiler Nachwuchs kreativ, musikalisch und sportlich ist – und das alles komplett ohne Alkohol.

Zuerst haben sie gehustlet, was das Zeug hielt, dann wurde gecornert, im Contest ein wenig geflext und mit den Bras ein Lachkick nach dem anderen abgefeuert. Ihre Sprache ist nicht immer geläufig, doch dass die Generation „facebook“ mehr als Smartphones und Social Media im Sinn hat, war am Samstag im Skatepark an der Indestraße zu sehen. Dort bewies die Eschweiler Jugend trotz des Herbstwetters Stehvermögen und feierte die „nachtfrequenz 2019“, die 10. Nacht der Jugendkultur des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dank der vielen fleißigen Hände der Hohensteiner-Pfadfinder waren die wohl wichtigsten Vorbereitungen am Samstagmittag schnell absolviert, denn die mitgebrachten Pfadfinder-Zelte wurden zum zentralen Aufenthaltsort der „Nachtfrequentler“ und ließen den Jugendkulturtag nicht ins sprichwörtliche Wasser fallen.

Während in den vergangenen Jahren jede Organisation für sich alleine gefeiert hatte, beschlossen die Mobile Jugendarbeit des Jugendamtes, das Kinder- und Jugendzentrum St. Peter und Paul und eben die Hohensteiner-Pfadfinder, dieses Mal gemeinsam zu feiern und wählten auch wegen seiner zentralen Lage den Skatepark an der Indstraße als ideale Location.

Hier in ihrer Homebase beeindruckten vor allem die Skater mit ihren Kunststücken und konnten ihre Besten auf den Boards noch erskaten, bevor der große Regen einsetzte und das Befahren der Anlage unmöglich machen sollte.

Das „Feierstarter“-Team informierte auf interaktive Weise über die Folgen und Gefahren verantwortungslosen Alkoholgenusses und punktete bei den Jugendlichen mit leckeren Cocktails nach absolviertem „Rausch-Parcours“, natürlich komplett ohne Alkohol. Mit einer die Sicht verzerrenden Brille ausgestattet erlebten die Parcoursläufer am eigenen Leib, was es heißt, die Kontrolle und Orientierung zu verlieren.

Diese wiederum gab Daniel Kocar von „Gleis 8“ aus Aachen mit seinem Graffiti-Workshop. Im Sprühdosenumdrehen verwandelte der Künstler mit kreativen Jugendlichen den Betonblock im Skatepark in eine karibische Strandimpression. Für die richtige Partystimmung sorgten Arcadia, Spontanidee, Alina & Lukas, Anders, Nepomuk und 20 Something, die Eschweiler Bandlandschaft wächst und gedeiht hörbar.

Einen Hauch Karibik am Indestrand zauberte Graffiti-Künstler Daniel Kocar, der aus Aachen zur Eschweiler Nacht der Jugendkultur angereist war, um gemeinsam mit Jugendlichen den Skatepark zu verschönern. Foto: Volker Rüttgers

Und Zaya Paulenz’ gelungene Poetry-Slam-Einlage unterstrich am Samstagabend, dass die Jugendkultur Eschweilers genau so ist wie ihre Stadt: bunt, lebendig, vielseitig und immer in Bewegung.