Eschweiler: Musikszene trauert um Ralf Burczyk

Eschweiler: Musikszene trauert um Ralf Burczyk

Ralf Burczyk ist tot. Montagmorgen starb der Eschweiler Sänger, Gitarrist, Texter und Songschreiber. Trotz seiner Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker widmete Ralf Burczyk sein Leben fast ausschließlich der Musik.

Seine Idole hießen Herman Brood, Marc Bolan und Robert Plant. Bekannt wurde Ralf Burczyk vor allem mit seinem Song „Eischwiele City” auf einer CD, die zum 150. Stadtjubiläum im Jahre 2007 erschien.

Mit seiner Komposition hatte Burczyk den Wettbewerb unserer Zeitung um das beste nichtkarnevalistische Lied für Eschweiler gewonnen. Bis 1990 gehörte er mit seiner Band „Grenzgänger” zu den aktivsten Rockmusikern der Indestadt, war jedoch auch oft Gast in überregionalen Bands.

Geradliniger Rock

Der Vater einer elfjährigen Tochter war ein waschechter Indestädter, der seine Gefühle am Besten per Gitarre und Mikrofon zum Ausdruck bringen konnte. In den Neunzigern zieht es ihn für einige Jahre nach Hessen, wo er mit seiner dortigen Band „Club of Roam” auch caritative Projekte für kolumbianische Straßenkinder unterstützt.

Nach seiner Rückkehr ins Rheinland und der Re-Formation der „Grenzgänger” entdeckt er den rheinischen Dialekt für sich und widmet sich noch intensiver dem Schreiben von Texten.

Geradlinige Rockmusik ohne Schnörkel und Texte, die jeden ansprechen, waren sein Markenzeichen.

Ralf Burczyk bleibt als sensibler Künstler in Erinnerung, der in seinem Leben oftmals Rückschläge einstecken musste, sich aber immer wieder neu erfand. Den Kampf mit seiner schweren Krebserkrankung allerdings konnte der 47-Jährige schließlich nicht mehr gewinnen.

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