Musikschule Eschweiler: Gänsehaut beim „Best of“-Konzert

Städtische Musikschule Eschweiler : Gänsehaut beim „Best of“-Konzert

Fast 400 Schüler, 21 Musiklehrer, Kooperationen mit neun Schulen, unzählige Preisträger und unbändige Freude an der Musik – die Bilanz nach einem halben Jahrhundert zeigt, wie wichtig die Musikschule der Stadt für das kulturelle Leben derselben ist.

Das „Best of“-Konzert am vergangenen Sonntag bewies, wie facettenreich das Können der Musikschüler ist, von Chopin bis Jack White, von den Drums bis zur Violine.

Nach der gelungenen Premiere eines Konzerts für auserlesene Schüler der Musikschule vor drei Jahren im Talbahnhof, wollte Christian Guth, musikalischer Leiter der Musikschule, bereits im vergangenen Jahr das Projekt wiederholen. Doch die Terminfindung gestaltete sich so schwierig, dass erst jetzt wieder ein Konzert stattfinden konnte. Dennoch ist geplant, ein „Best of“-Konzert mit ausgewählten Interpreten alle zwei Jahre zu Gehör zu bringen. Dem geneigten Eschweiler Musikliebhaber dürfte dies jedenfalls gefallen, schließlich reichte das Repertoire beim über zweistündigen Konzert in der Aula des Städtischen Gymnasiums am Sonntag von ersten musikalischen Schritten an Blockflöte und Klavier bis hin zum anspruchsvollen Chorgesang.

Als „Jugend musiziert“-Preisträger Jan Andres Haydns Trompetenkonzert in Begleitung von Diana Jianu am Klavier intonierte, war Gänsehaut garantiert. Lukas Servaty hatte zuvor am Klavier das Motto des Konzerts vorgegeben, indem er zunächst Johann Sebastian Bachs „Solfeggietto“ aus der Klassiksparte und dann „Demons“ von den Imagine Dragons als Popsong-Vertreter spielte. Diese Mischung zwischen Klassik und zeitgenössischer Musik machte den Reiz des „Best of“-Konzerts aus, arrangiert in einem abwechslungsreichen, multiinstrumentalen Mix.

Gespür für die leisen Töne

Wegen seines feinen musikalischen Gespürs für die leisen Töne ragte Florian Schroiffs Darbietung von Beethovens „Adagio Cantabile“ am Klavier heraus, der Chor der Musikschule „Cantabile“ lieferte mit Sopranistin Angela Wilhelm eine ebenso beeindruckende Darbietung des „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart und Annika Jelic Chopins Walzer, als ob sie niemals etwas anderes gespielt hätte.

Auch der Auftritt des Saxophonensembles mit Ulrike Sauer, Lutz Stolz, Martin Graff, Ralf Boese, Uwe Grohmann und Fabian Bugs zählte zu einem der vielen Highlights dieses „Best of“-Konzerts, das neben den Top-Performern allerdings auch den Anfängern der Musikschule einen Raum gab und dadurch einen ganz besonderen Reiz entwickeln sollte.

(vr)