1. Lokales
  2. Eschweiler

Mofa-Führerschein: Mobile Jugendarbeit bietet soziales Training an

Mofa-Führerschein : Mobile Jugendarbeit bietet soziales Training an

Viele Jugendliche können es kaum erwarten, ihn in den Händen zu halten: den Mofa-Führerschein. Er ermöglicht ihnen eine gewisse Mobilität und somit auch Unabhängigkeit. Doch bis sie sich mit dem motorisierten Zweirad in den Straßenverkehr stürzen dürfen, bedarf es natürlich einiger Übung, sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis.

Um auf die Prüfung gut vorbereitet zu sein, können die zukünftigen Rollerfahrer an einem sozialen Gruppentraining der Mobilen Jugendarbeit des Jugendamtes der Stadt Eschweiler, das in Kooperation mit der Fahrschule Seeger und der Willi-Fährmann-Schule bereits seit 2010 jeweils zwei Mal im Jahr stattfindet. So auch am vergangenen Samstag, als acht Jugendliche auf dem Schulhof der Willi-Fährmann-Schule an der Martin-Luther-Straße auf einem Parcours Fahren übten und den richtigen Umgang mit der Bremse lernten.

Doch zuvor wurden in der Schule noch theoretische Fragen geklärt. So auch rechtliche Aspekte, wie die Folgen eines etwaigen „Frisierens“ eines Mofas. Hier droht nämlich neben einem Bußgeld und Sozialstunden ein zeitlich begrenztes Führerscheinverbot für die Klasse B. Doch auch auf die Gefahren einer Fahrt unter Alkoholeinfluss wurden die Teilnehmer aufmerksam gemacht.

Dazu hatten die „Feierstarter“ der Mobilen Jugendarbeit des Jugendamtes der Stadt Eschweiler ihre „Rauschbrillen“ mitgebracht. Mit Hilfe dieser Brillen wird die eingeschränkte Sicht eines Alkoholisierten simuliert. Zum Vergleich: brauchten die Jugendlichen für einen abgesteckten Parcours, den sie zu Fuß zurücklegen mussten 20 Sekunden, waren es mit der Rauschbrille ganze drei Minuten.

Was diese Einschränkung, die zu Fuß bereits für erhebliche Probleme sorgte, auf einem Roller bedeutet, wollten sich die Jugendlichen lieber gar nicht erst ausmalen. Harald Seeger und Tim Biergans zeigten danach an drei mitgebrachten Mofas der Fahrschule Seeger, dazu noch den richtigen Umgang mit denselben. Doch auch das Sozialverhalten im Straßenverkehr war ein Thema an diesem Samstag.

So lernten die Teilnehmer wie wichtig es ist, Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen, und vorausschauend zu fahren. Am Ende des Trainings trafen sich alle noch einmal im Schulgebäude zu einer Nachbesprechung, in dessen Rahmen die Fahrschüler über ihre Erfahrungen während des Trainings berichten konnten. Das nächste Training findet übrigens im April 2019 statt. Anmelden können sich dann Jugendliche mit einem Mindestalter von 14 Jahren und 11 Monaten.

(tim)