Mitgliederversammlung der Sterbenotgemeinschaft Kinzweiler

Sterbenotgemeinschaft : Stetiger Abwärtstrend

Nachdenklich betrachtete der Vorstand der Sterbenotgemeinschaft Kinzweiler die Situation des Vereins bei der Mitgliederversammlung im Pfarrheim St. Blasius.

Zwar sei man mit 274 Mitgliedern (Vorjahr: 281) weiterhin breit aufgestellt, doch nicht nur der stetige Abwärtstrend bei den Mitgliederzahlen macht Pfarrer Dr. Rainer Hennes und der Vorsitzenden Susanne Lamka zu schaffen.

„Wir müssen zugeben, dass das Konzept aufgrund der niedrigen Zinsen einfach verloren gegangen ist“, so Hennes. Zwar verfüge der Verein weiterhin über ein großes Kapital, doch die Zinsen fallen bereits seit Jahren nur minimal aus. So könne man den Mitgliedern nach dem Tod zwar weiterhin die Beerdigung mit 455 Euro Sterbegeld bezuschussen, doch die Summe stellt eine nochmalige Senkung dar im Vergleich zu vergangenen Jahren. Einstimmig beschloss man diesen notwendigen Schritt, der von einem unabhängigen Gutachter empfohlen wurde, doch nicht ohne ein gewisses Zähneknirschen. „Eine erschreckende Entwicklung“, so auch Lamka mit Blick auf den Einsatz, den der wiederbestätigte Vorstand gerne zeige.

Im Hinblick auf das hohe Grundkapital möchte der Vorstand, der von Vera Franken, Jürgen Dayss und Kassenprüfer Roland Derster ergänzt wird, die Arbeit jedoch weiter fortführen. Dabei ist der Ortsverein in Kinzweiler einer der wenigen verbliebenen in der Indestadt, auch weil viele jüngere Menschen kein Interesse an dem Konzept, das früher weit verbreitet war, zeigen.

(cheb)
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