Ausstellung: Mitarbeiter der Kunstakademie Düsseldorf stellen in der Galerie Art Engert ihre Arbeit vor

Ausstellung : Mitarbeiter der Kunstakademie Düsseldorf stellen in der Galerie Art Engert ihre Arbeit vor

„Unsere tägliche Mission im Auftrag der Kunst“ unter dieser Headline stellen drei leitende Mitarbeiter der Kunstakademie Düsseldorf Berhard Kucken, Lothar Krüll und Herbert Willems am Montag, 17. Juni, ab 19:30 Uhr in der Galerie Art Engert ihre Arbeit an der Kunstakademie Düsseldorf vor. Anlaß hierzu gibt Ihnen die Eröffnung des Skulpturengartens der Galerie Art Engert, in dem sie ihre bildhauerischen Arbeiten zusammen mit anderen Künstlern vorstellen.

Die Kunst eines Landes wird nicht zuletzt und vor allem von seinen Kunstschulen geprägt, von den Lehrenden dieser Kunstschulen, von den Künstlern, die aus ihnen hervorgegangen sind, und von den jeweiligen Studenten. Die Kunstakademie Düsseldorf ist die Kunsthochschule des Landes Nordrhein-Westfalen, die die Entwicklung der bildenden Kunst in den letzten 250 Jahren entscheidend mit geprägt hat. Aus ihr und ihren Vorgängerinnen gingen kunsthistorisch bedeutende Einflüsse und Künstlerpersönlichkeiten hervor, etwa jene der Düsseldorfer Malerschule, mit denen ihr im 19. Jahrhundert der Aufstieg zu einer international renommierten Kunstakademie gelang.

Als eine weitere Hochphase der Kunsthochschule wird die Zeit vom Ende der 1950er bis zum Ende der 1970er Jahre bewertet, als Kreise um Protagonisten wie Joseph Beuys, Heinz Mack, Otto Piene, Gerhard Richter und Günther Uecker spektakuläre Aktionen und Diskurse initiierten und damit Einfluss auf die Kunstwelt sowie die westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre und die 68er-Bewegung nahmen. Auf dem Kunstmarkt erzielten einige Werke von Professoren und Absolventen der Kunstakademie Höchstpreise; darunter erreichte das abstrakte Bild „809-4“ von Gerhard Richter einen der weltweit höchsten Preise für ein Einzelwerk eines lebenden Künstlers.

Die Kunstakademie Düsseldorf gehört heute zu den international renommiertesten Ausbildungsstätten für bildende Kunst. Ihre Konzeption des Studiums gilt als eine der weltweit freiheitlichsten, sie ist radikal dem künstlerischen Denken verpflichtet. Norbert Kricke hat den heute gültigen Leitsatz der Akademie formuliert: „Kunst ist nicht lehrbar. Es gibt keine Regeln für die Kunst; sie entsteht aus dem Menschen, der Mensch und Welt erlebt und dies Erleben mit bildnerischen Mitteln niederschreibt.“

Aktuell unterrichtet an der Akademie unter diesem Anspruch eine divergente und internationale Professorenschaft. Sie wird unterstützt durch künstlerisch-technische Einrichtungen (Werkstätten). Diese stehen den Studierenden im Rahmen ihres Studiums zur Erstellung von Kunstwerken und praktischen Übungen unter Leitung von erfahrenden künstlerisch-technischen Lehrkräften zur Verfügung.

Drei Referenten stellen Arbeit vor

Die Referenten stehen drei Werkstätten der Akademie vor, Bernhard Kucken leitet die Gipsformerei, Lothar Krüll die Kunstformerei und Herbert Willems die Metallbildnerei. Sie werden in ihre Arbeit mit den Studenten in ihrem jeweiligen Fachgebiet einführen, aber auch über die Spannungen berichten denen sie als Künstler und Lehrer bei ihrer Arbeit unterliegen. Und sie werden schildern, dass sie in Erfüllung einer Mission im Auftrag der Kunst im Geiste der Akademie unterwegs sind, der ihr leidenschaftliches Engagement gilt.

Der Vortrag findet statt am Montag, 17. Juni, um 19:30 Uhr in der Galerie Art Engert. Galerie und Skulpturengarten sind geöffnet dienstags bis freitags von 14.00 – 19.00, samstags nach Vereinbarung.

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