7x Sommer: Mit fünf PS durch die Eschweiler Felder

7x Sommer : Mit fünf PS durch die Eschweiler Felder

Mit der Verlagerung des eigenen Körpergewichts ein Fahrzeug steuern: Diese Erfahrung konnten zwölf Teilnehmer bei der Segway-Tour erleben. Sie bildete den Auftakt unserer Aktion „7x Sommer“.

Passend dazu trafen sich die Leser bei herrlichem Sonnenschein am Blausteinsee, wo Dirk Jansen sie bereits erwartete. Er bietet mit seiner Firma Aixdrive geführte Touren in der ganzen Region an, alles im Umkreis von etwa 150 Kilometern ist denkbar.

Die Leser am Blausteinsee haben teilweise schon Erfahrung und stehen nicht zum ersten Mal auf einem Segway. Für etwa die Hälfte ist das Aufsteigen auf ein solches Gefährt noch Neuland. Deshalb nimmt sich Dirk Jansen viel Zeit für die Erklärung und beantwortet geduldig alle Fragen.

Zwölf Leser starteten am Blausteinsee ihre gut einstündige Segway-Tour im Rahmen unserer Aktion „7x Sommer“. Foto: ZVA/Caroline Niehus

Bereits vor dem ersten Aufsteigen wird die Unfallhäufigkeit abgefragt. „Meistens sind es die Männer, weil es denen an Respekt fehlt“, berichtet Jansen lachend. Frauen seien meist unsicherer. Da die meisten Unfälle beim Absteigen passieren, wird das am Kreisel neben dem Seehaus besonders geübt.

Schließlich muss man immer wissen, wie man auf den Segway reagiert. Wenn man absteigt, sollte man den Lenker gerade halten – und vor allem nicht loslassen. Denn das Gerät würde von allein wegfahren, solange es noch eingeschaltet ist. Vor dem Üben nimmt Jansen die letzten möglichen Zweifel: „Man kann nicht nach vorne oder hinten umkippen, außer wenn ich irgendwo gegen fahren würde.“ Zu Beginn drehen die Teilnehmer ihre Runden noch etwas wackelig, doch bereits nach kurzer Zeit haben alle die richtige Balance gefunden.

Dirk Jansen (r.) erklärte den Teilnehmern ganz genau, worauf sie beim Segway-Fahren achten müssen. Foto: ZVA/Caroline Niehus

Nach den letzten Bremsübungen startet Dirk Jansen auf die etwa 14 Kilometer lange Runde durch die Felder rund um den Blausteinsee. Maximal 20 Stundenkilometer können die Segways fahren, knapp fünf PS stehen den Lesern zur Verfügung. Auf der Strecke genießen sie den Blick in die Natur, während die Sonne für sommerliche Temperaturen sorgt. Lediglich ein paar Wölkchen sind am sonst blauen Himmel zu sehen.

Es gibt nur einen kurzen Zwischenfall, als Leser Uwe Breuer vom Weg abkommt. Seine Erklärung: „Ich wollte nur vor einem entgegenkommenden Fahrrad warnen, dann war ich wohl kurz unkonzentriert.“ Kurz danach kann er aber schon wieder drüber lachen, passiert ist ihm nichts.

Zuerst wurde geübt: Gewichtsverlagerung, Lenken, Vollbremsung. Foto: ZVA/Caroline Niehus

Als die Gruppe sich wieder dem Ausgangspunkt nähert, freuen sich die Leser noch einmal über die Aussicht auf den Blausteinsee. Wieder am Kreisel angekommen, meistern alle auch die schwierigste Übung: das Absteigen. Dass es Spaß gemacht hat, finden alle ausnahmslos. Doch die Belastung scheint für die meisten eher ungewohnt gewesen zu sein. „Habt ihr auch so steife Beine?“, fragt ein Teilnehmer lachend in die Runde.

Beim nächsten Mal könnte diese Nachwirkung ausbleiben, denn ein erfahrener Teilnehmer schiebt sie auf die verkrampfte Haltung, die viele beim ersten Mal einnehmen. Geschuldet ist das wohl der Unsicherheit. Möglichkeiten, das zu überwinden, gibt es bei Aixdrive genug. Vielleicht sehen die Leser Dirk Jansen ja bei einer Tour in Aachen, Maastricht oder Lüttich wieder.

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