Eschweiler: Millionen Kraftfahrzeuge kosten ganz schön Nerven

Eschweiler: Millionen Kraftfahrzeuge kosten ganz schön Nerven

Wieviel Straßenlärm ist den Bürgern zuzumuten? Laut Bundes-Immissionssschutzgesetz sind die Städte und Gemeinden verpflichtet, Lärmaktionspläne aufzustellen. Ziel dieser Planung ist es, schädlichen Auswirkungen einschließlich Belästigungen durch Umgebungslärm vorzubeugen, sie zu verhindern oder sie zu mindern. Allerdings nicht nach dem Floriansprinzip, sprich: durch Verlagerung des Lärms. Ruhige Gebiete sollen ausdrücklich erhalten werden.

Basierend auf den Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie erstellt jetzt auch Eschweiler eine Lärmaktionsplanung für Hauptverkehrsstraßen, über die mehr als drei Millionen Kraftfahrzeuge pro Jahr rollen. Und das sind gleich sechs Straßenabschnitte im Stadtgebiet Eschweiler — vier davon allein auf der L 223:

In der Lärmaktionsplanung geht es um aktiven Schallschutz (z.B. leiserer Fahrbahnbelag) wie auch um passiven (Schallschutzfenster). Zudem hat die Planung unter anderem Einfluss auf Stadt- und Verkehrsentwicklungsplanung. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat Lärmkarten für die genannten Straßen im Stadtgebiet Eschweilers erarbeitet, die der Lärmaktionsplanung als Grundlage dienen. Sie können im Internet unter der Adresse http://www.umgebungslaermportal.nrw.de aufgerufen werden. Interessierte können die Karten auch ab sofort bis zum 10. Januar 2014 an Stellwänden im Rathaus, 4. Etage, während der Öffnungszeiten in Augenschein nehmen.

Schriftliche Eingaben kann man mit Betreff „Lärmaktionsplan“ an die Stadt Eschweiler, Tiefbau- und Grünflächenamt, Johannes-Rau-Platz 1, oder olaf.venherm@eschweiler.de richten.

(rpm)