Eschweiler: Medaillen für die Judoka aus Eschweiler

Eschweiler : Medaillen für die Judoka aus Eschweiler

Für die Meisten steht Malta für Sonne, Kultur und Mittelmeerflair, für Judoka steht Malta in regelmäßigen Abständen für Schweiß, Qualen, Europa- und Weltmeisterschaften. So standen dieses Mal für die Kata-Nationalmannschaft des Deutschen Judo-Bundes die Europameisterschaften auf dem Terminplan.

Vom 1. Budo-Club Eschweiler waren die Teams Jörn Stermann-Sinsilewski/Volker Degenhart (Kime-no-kata) und Christina Ruschitzka/Aurelia Louvel (Randori-no-kata) am Start.

Die Auslosung am Freitag ließ sich schon einmal gut an. Ruschitzka/Louvel starteten im Mittelfeld und Stermann-Sinsilewski/Degenhart als Letzte. Was dem Formel-1-Rennfahrer die Pole Position, ist dem Kata-Paar der letzte Startplatz. Somit waren Jörn und Volker hoch zufrieden, als sie wussten, dass sie als letztes Paar in die Konkurrenz einsteigen würden.

„Wir rollen dann das Feld von hinten auf“, so Jörn zu seinen Mannschaftskollegen. Gesagt, getan und am Samstagmittag wurde die jahrelange Arbeit der beiden mit Gold in der Alterskategorie bis 44 Jahre belohnt.

Qualifikation fürs Finale

Doch dies sollte noch nicht alles am Samstag gewesen sein. Die Newcomer Christina Ruschitzka und Aurelia Louvel kamen bei ihren ersten Europameisterschaften in ihrer Vorrundengruppe auf Rang drei, was einen Start im Finale am Sonntag bedeutete. Der Sonntag steht bei Judo-Kata-Europameisterschaften ganz unter dem Motto: „Die Besten der Besten“.

Dies Bedeutet, dass die Finals der Randori-no-kata ausgetragen werden und alle Medaillengewinner der anderen Kata in ihrer Disziplin altersübergreifend noch einmal in den Offenen Judo-Kata-Europameisterschaften gegeneinander antreten. In dieser Konkurrenz konnten die Eschweiler noch einmal punkten. Christina und Aurelia wurden in ihrem ersten EM-Finale Vierte und die alten Hasen krönten ihre Europameisterschaft mit einer weiteren Medaille.

Am Ende war es Bronze und eines der ewigen Konkurrenzpaare aus Spanien auf den 4. Platz verdrängt. Am Ende wollten die Medaillengewinner aber noch einiges loswerden. „Wir widmen diesen Titel unserem langjährigen Trainer Karl Heinz Bartsch, der immer an den Durchbruch geglaubt hat. Wir bedanken uns bei allen, die diesen Weg bis zum Titel begleitet haben, dem niederländischen Nationaltrainer, der deutschen Kata-Kommission und dem Nordrheinwestfälischen Dan Kollegium. Besonders bedanken wollen wir uns aber bei unseren Arbeitgebern, die uns die nötigen Lehrgangseinheiten und Turnierteilnahmen ermöglicht haben.“

Weltmeisterschaften in Olbia

Mit dieser Leistung allerdings werden die Arbeitgeber wohl im Oktober wieder mit einem Urlaubsantrag rechnen müssen. Denn dann sind die Weltmeisterschaften in Olbia auf Sardinien. Mit einem EM Titel sollte die Nominierung doch hoffentlich gesichert sein.

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