Eschweiler-Hastenrath: Mann droht Hund und Halterin Prügel an

Eschweiler-Hastenrath: Mann droht Hund und Halterin Prügel an

Michele Wöllner hat eine wirklich enge Beziehung zu ihrer kleinen Mischlingshündin Pepi. Sie holte die neun Jahre alte Hündin vor einigen Jahren aus einer „Tötungsstation“ in Spanien nach Deutschland. Seitdem ist ihr das Tier richtig ans Herz gewachsen. Was ihr nun beim Spaziergang mit Pepi widerfahren ist, hat sie allerdings geschockt.

Wie immer lief ihr Hund in der Nähe des Sportplatzes in Hastenrath durch eine hohe Wiese. Doch dann war plötzlich gar nichts mehr wie immer. Plötzlich sei ein Mann auf sie zugekommen. Und das in äußerst aggressiver Weise.

„Der Mann hat mir Prügel angedroht. Und er hat gesagt, dass er meinen Hund treten wolle“, doch Wöllner stellte sich schützend vor ihre kleine Hündin. „Ich habe ihm gesagt, dass er dann doch lieber mich treten soll“, sagt die tapfere 72-Jährige.

Als sie zum ersten Mal in dieser Weise bedroht wurde, dachte sie sich noch, dass der Mann, der ebenfalls in Hastenrath wohnen soll, vielleicht einen schlechten Tag gehabt habe. Aber er kam wieder, bedrohte sie erneut. Die Angst, dass er seine Drohungen in die Tat umsetzen könnte, hat wohl nicht nur Michele Wöllner.

„Früher waren hier immer viele Leute mit Hunden unterwegs. Jetzt kommen sie kaum noch zum Spazierengehen hier hin“, sagt sie. Der Rüpel habe sie wohl vertrieben, meint Wöllner. Dabei ist die Wiese ideal für Hunde. Pepi kann dort ein Stück laufen. Sie rennt durch das hohe Gras, schnüffelt und kommt auf Zuruf zurück zu ihrem Frauchen.

Wieso sich der Mann so aggressiv verhält, kann sich Wöllner nicht erklären. Ihr Hund renne nicht mal auf den nahe gelegenen Bolzplatz und auch einen Haufen habe er nicht gemacht. Auch wenn Hundekot häufig der Grund für Streit zwischen Hundehaltern und anderen Leuten ist.

Die Drohungen nimmt Wöllner sehr ernst. Beim letzten Mal hatte sie Glück. Ein Bekannter mähte gerade den Rasen am Sportplatz. Der beobachtete die Szene, fragte, ob alles in Ordnung sei, darauf habe sich der Mann zurückgenommen.

Was sie machen soll, wenn sie das nächste Mal bedroht wird, weiß sie nicht. Schon gar nicht, wenn dann niemand in der Nähe ist, der ihr helfen könnte. Bei der Polizei ist sie bereits gewesen. Doch von den Beamten habe es keine Hilfe gegeben. „Da muss man erst auf dem Boden liegen, damit die Polizei etwas unternimmt“, sagt Wöllner.

Einschüchtern lässt sich die Französin nicht. Ratlos ist sie aber trotzdem: „Ich bin jetzt seit 30 Jahren in Deutschland, so etwas habe ich noch nie erlebt.“

Mehr von Aachener Nachrichten