Eschweiler: Malteser-Jugend will ein respektvolles Miteinander vorleben

Eschweiler : Malteser-Jugend will ein respektvolles Miteinander vorleben

Sie wollen vor allem ein interessantes und vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche schaffen, erklären Pascal Visé und Natascha Buhlrich. Die beiden Malteser leiten die im April gegründete Malteser-Jugend der Gliederung in Eschweiler. Alle zwei Wochen dienstags kommen die Jugendleiter mit den bislang elf Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren in der Unterkunft an der Johannisstraße in Weisweiler zusammen.

Und ihr Zwischenfazit fällt positiv aus: Die Motivation und die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen seien bei jedem Treffen spürbar.

Sinnvolle Freizeitbeschäftigung

Bei den Gruppentreffen verbringen die jungen Malteser ihre Freizeit. Und die soll unterhaltsam und zugleich lehrreich sein: „Wir möchten den von uns betreuten Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anbieten, die ganzheitlich orientiert ist und Wertebildung fördert“, beschreibt Pascal Visé das Angebot der Hilfsorganisation. „Es ist uns wichtig, dass die jungen Malteser sich aktiv einbringen und auch selbst ihre Freizeit bei uns mitgestalten können“, ergänzt Natascha Buhlrich.

Für die Kinder und Jugendlichen bietet die Malteser-Jugend als bundesweit anerkannter Träger in der freien Jugendhilfe ein abwechslungsreiches Portfolio: Ausflüge, Zeltlager, Erste Hilfe, Jugendwettbewerbe, Gruppenstunden, soziale Aktionen, Jugendmessen und vieles mehr.

Lachen, Helfen, Lernen und Glaube sind die Arbeitsschwerpunkte in der Jugendarbeit der Malteser und gehören zu den Leitlinien. Spaß und Freude daran zu haben, in einer Gruppe an Veranstaltungen und Aktivitäten teilzunehmen, ist ein Ziel der pädagogischen Arbeit der ausgebildeten Jugendleiter.

Viele Ausflüge

Für die Jugendlichen in Eschweiler stehen in den kommenden Monaten viele Ausflüge an, unter anderem geht es in einen Kletterwald, sie nehmen am Bundesjugendlager teil und auch am Pfingstlager. Doch auch wichtige Grundlagen für ihre Arbeit bringen die Malteser dem Nachwuchs bei, so steht beispielsweise Erste Hilfe auf dem Programm — grundsätzlich lege man jedoch im Jugendverband, der übrigens eigenständig und abgegrenzt vom Hauptverband agiert, den Fokus nicht direkt auf medizinische Inhalte oder den Katastrophenschutz. Viel mehr stehe das Miteinander im Mittelpunkt. Anderen zu helfen und Verantwortung zu übernehmen, soll den Kindern und Jugendlichen beigebracht werden.

Sobald die Jugendlichen 16 Jahre alt sind, können sie eine Ausbildung zum Gruppenleiter machen und so Verantwortung für andere übernehmen. Beim jahrgangsübergreifenden Lernen geben die älteren ihre Erfahrungen an die jüngeren Gruppenmitglieder weiter. Davon würden alle profitieren, betonen die Malteser.

Glaube spielt ebenfalls eine Rolle bei ihnen. Christliche Werte wie Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe, Verantwortungsbewusstsein, Achtung und Respekt sollen durch das gemeinsame Handeln erfahrbar werden.

Nationalität spielt keine Rolle

Bei der Gruppe mitmachen können Kinder ab sechs Jahren.

Eine weitere Jugendgruppe für Kinder von sechs bis zwölf Jahren ist in Planung. Jedes Kind und jeder Jugendliche, der Interesse hat, kann einsteigen. Die Nationalität und Religion spielen keine Rolle. Auch jene mit einer Behinderung seien willkommen, unterstreichen die Malteser.

Der Stadtbeauftragte Lukas Ritgens ist stolz auf die neue Gruppe: „Anfang des Jahres konnten wir Malteser den Kindern und Jugendlichen in Eschweiler nichts anbieten. Jetzt bieten wir eine Abwechslungsreiches und interessantes Angebot, angepasst auf ihr Alter“, sagt er.