Maiclub Röhe: Große Party zum 50. Geburtstag

Maiclub Röhe : Große Party zum 50. Geburtstag

Der Höhepunkt des Vereinsgeschehens und des feiernden Volkes: Wenn die Königin gekrönt wird und der Maiclub zum Tanz in den Mai bittet, dann werden keine Kosten und Mühen gescheut, vor allem nicht zum runden Geburtstag des Vereins.

Der Abend wurde bereits im Vorhinein groß geplant. Der Anlass: 50 Jahre wird der Maiclub Röhe alt. Fünf Jahrzehnte – nachdem er 1969 gegründet wurde – einige Jubiläen mit umjubelten Schlagerstars und vor allem noch ungezählte Königspaare später und die siebte Auflage der Kölschen Nacht rief.

Für das Jubiläum gründete sich ein Festausschuss, der, nimmt man es wie Vorsitzender Sven Rehfisch genau, 128 Mitglieder umfasste. Rehfisch, der nicht der Einzige war, der beim Tanz in den Mai persönlich gratulierte, sorgte mit seinen Mitstreitern im Festausschuss und den Sponsoren sowie Werbepartnern dafür, dass die Veranstaltung im finanziell grünen Bereich blieb.

Präsentiert wurde ebenso eine Festschrift, die viele alte Erinnerungen aus den vergangenen Jahrzehnten abbildete. Nostalgisch und unterhaltsam war es zugleich, denn man konnte sehen, wie Menschen des Maiclubs einst die Maifeierlichkeiten zelebrierten.

Tänzerisch eröffneten Susanne Oellig und Fabian Capellmann, das neue Königspaar, mit einem Walzer den Tanz in den Mai (linkes Foto). Musikalische Unterstützung gab es den Abend über von der Band „Die Räuber“ mit ihrem neuen Frontmann Sven West (rechts). Foto: Manuel Hauck

Damit das Showprogramm im Festzelt an der Erfstraße länger als gewohnt die 800 Gäste unterhalten konnte, folgte gleich zu Beginn des Abends der zeremonielle Teil. Der Maiclub wurde mit dem Trommler- und Pfeiferkorps Röhe musikalisch in das Festzelt geleitet. Daniel Asara, 1. Vorsitzender des Clubs, grüßte die besonderen Gäste, unter anderem empfingen die Röher eine Abordnung eines großen karnevalistischen Traditionskorps aus Köln.

Die Krönung der neuen Maikönigin wurde anschließend zelebriert. Traditionell übergab die Hoheit des Vorjahres das Diadem an ihre Nachfolgerin. So trug zu Beginn noch Stefanie Esser den Kopfschmuck und übergab es kurzerhand an Susanne Oellig, die sich mit ihrem König Fabian Capellmann über die zahlreichen Glückwünsche freute.

Eine Hommage war in gewisser Weise das Lied, das zum ersten Tanz in der Mainacht erklang. „When a man loves a woman“. 1966 erstmalig veröffentlicht, erinnerte es musikalisch an die Anfangsjahre des Maiclubs zurück und war als einfühlsame Liebesballade mit Drei-Viertel-Takt geeignet für den Walzer des Königspaares. Im Jetzt und beim Kölsch angekommen, ertönte zum weiteren Tanz „Wunderbar“ von den Räubern, die zu späterer Stunde noch live im Festzelt gastierten. Der Reigen nahm seinen Lauf, nach weiteren Runden und Partnerwechseln überließ der Maiclub die Bühne dem weiteren Programm.

Auch der Spielmannszug sorgte für musikalische Unterstützung zum Jubiläum. Foto: Manuel Hauck

Losverkäufe und DJ Martin überbrückten die Pause, bis der Verein langjährigen Mitglieder und treu Verbündeten danken wollte. „Ohne euch würde der Club nicht da stehen, wo er heute steht.“, gestand Vorsitzender Asara ohne Umschweife und bat mehr als ein Dutzend Personen auf die Bühne. Ehrenplaketten erhielten jene, die bereits seit Jahrzehnten als Mitglied eng verbunden sind mit dem Verein. Auch Gründungsmitglieder Albert Schönenborn und Horst Carduck waren zugegen und ebenso die erste Maikönigin Aggi Kertzmann aus dem Jahr 1969 wurde mit einem Präsent bedacht.

Dass Karneval und Maiclub eng miteinander verbunden sind, bewies nicht nur die Tatsache, dass Einige Mitglieder beider Röher Vereine sind, sondern auch der Sprung zum kölschen Tanz in den Mai im Jahr 2013. Zur siebten Auflage und zum 50. Geburtstag kamen wie in den Vorjahren zwar erneut drei Stars aus dem Kölner Raum, allerdings spielten sie mit jeweils fast einstündigen Sets längere Sets als sonst. Masse und Klasse sollte dabei bewahrt werden, nicht nur auf den Umfang des Fests wurde besonders in diesem Jahr Wert gelegt, sondern wie üblich auch auf die qualitative Umsetzung. Bewirtung, Künstler, Lichtshow und Beschallung waren einige, aber nicht alle Faktoren, die dabei besonders im Fokus standen. „Wenn die Leute einen geilen Abend bei und mit dem Maiclub verbringen, haben wir alles richtig gemacht.“, erklärte Marco Schnürer, Geschäftsführer des Clubs bereits im Vorhinein. Querbeet fanden sich im Festzelt 800 verschiedenste Gäste von jung bis alt.

Nachdem die Kräfte des Maiclubs den Zeltaufbau seit Samstag durchgeführt hatten und unter anderem über 200 Meter für die Stromversorgung überbrücken mussten, gaben sich nun die Künstler die Klinke in die Hand. Zuerst Fiasko, dann die Räuber und zum Schluss die Domstürmer. Und der Platz direkt vor der Bühne wurde eng. Besondere Gäste waren aber auch Mai-Gruppierungen, die auf ihrer Tour mit dem Trecker einen kurzen Halt in Röhe machten. War die Party danach zu Ende? Wohl eher nicht.

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