Eschweiler: „Lord Tracy” bittet mit Harp zur Audienz

Eschweiler: „Lord Tracy” bittet mit Harp zur Audienz

Müßig ist es, über Mangel an Publikum zu berichten. Dennoch: Gerade mal zwei Dutzend Fans zog es am Montagabend ins Kulturzentrum Talbahnhof zur französischen Bluesrock-Formation „Jesus Volt”. Dabei dürfte es sich doch mittlerweile herumgesprochen haben, wie nahe man bei den Club-Konzerten der Serie „Blues meets Rock” an außergewöhnlich gute Live-Musik herankommt.

Den vier Jungs aus der Gegend um Paris gebührt zuvorderst ein dickes Kompliment: Gerade einen dünn gefüllten Saal muss man ja erst einmal mit musikalischem Leben erfüllen können. Das gelang der Band schon nach ein paar Takten.

Das hatte auch was mit der geänderten Philosophie des Quartetts zu tun, denn insgesamt sind Jesus Volt mit den Jahren geradliniger geworden. Früher nahm man sich etwas mehr Zeit für flächenfüllende Klanggebilde, die sich um die schnörkellosen Blues- und Rockbeats wanden.

Das ist passé. Jesus Volt machte am Montagabend den Eindruck einer gereiften Formation, die eigene Kompositionen und neuinterpretierte Klassiker wie etwa von Howlin´ Wolf mit wohldosiertem Druck zu Gehör brachten.

Das schafften sie auch schon vor größeren Auditorien, wie etwa vor zwei Jahren im WDR-Rockpalast als Opener zu Joe Bonamassa. Die Qualität der Vier steht außer Frage. „Lord Tracy” am Mikrofon ist ein recht guter Unterhalter und Sänger, der auch mit der Bluesharp richtig tolle Sounds erschafft. Gute zwei Stunden belieferten Jesus Volt ihre übersichtliche Fangemeinde mit allem, was das Genre zwischen Blues und RocknRoll zu bieten hat.

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