Luhn: Lohner starten mit traditioneller Kostümsitzung bravourös in die Session

Luhn : Lohner starten mit traditioneller Kostümsitzung bravourös in die Session

Pünktlich um 20.11 Uhr marschierte das gesamte Uniformierten Korps der KG Kirchspiel Lohn auf die Bühne und Präsident Günter Pesch präsentierte voller Stolz seine Truppe. Es war wieder Zeit für ihre traditionelle Kostümsitzung im Zelt am Blausteinsee.

Tanzmarie Jill Ganser, Tanzpaar Jana und Marc Dolfen, sowie die Tanzgarde und der 1. Gardekorps stimmten das Publikum auf den Abend ein und zeigten ihre einstudierten Tänze. Auch der Regimentsspielmannszug Grün-Weiß Lohn überzeugte das Publikum. Als erster Büttenredner des Abends bot sich der „Penner von nebenan“ alias Jonas Wintz dar. Er erzählte von Erlebnissen aus dem Beichtstuhl, den er selbst besuchte, aber auch ein Kollege von ihm. Als der Kollege in die Kirche ging und sich auf den Beichtstuhl setzte, hörte der Pfarrer erstmal nichts mehr von ihm. Nach 15 Minuten klopfte er, die Antwort war: „Du brauchst gar nicht zu klopfen, in meiner Kabine ist auch kein Papier.“

Anschließend trat das geschäftsführende Karnevalskomittee der Stadt Eschweiler auf die Bühne und ehrte einige Lohner Karnevalisten. Andrea Boßer und Reiner Schulz wurden mit dem silbernen Stern ausgezeichnet für ihr „Tun und Wirken im Verein und Eischwieler Fastelovend,“ so Norbert Weiland. Außerdem wurde Joachim Haas eine ganz besondere Auszeichnung zuteil. Er bekam den BDK Verdienstorden in Silber.

Nach den Ehrungen ging es weiter mit dem 2. Gardekorps der KG Kirchspiel Lohn. Die Damen präsentierten sich als Omas und zeigten ihr schauspielerisches und tänzerisches Können. Engel Hettwich alias Hedwig Sieberichs trat im Engelskostüm als nächster Programmpunkt auf. Sie guckte sich zunächst erstmal ganz genau das Publikum an, während sie anfing über ihre Vorsätze für das neue Jahr zu reden und dass sie zehn Kilo abnehmen möchte. „Du guckst mich an, als wäre ich ein Buffet für 50 Personen,“ sagte sie zu einem aus dem Publikum. Sie hat, um abzunehmen, mit einer Kohlsuppendiät begonnen.

„Fahr mich zum Aldi, ich will zumindest Lebensmittel nochmal sehen,“ sagte sie zu ihrem Mann. Sie erzählte auch wie verlockend es doch ist, wenn man in der Stadt an Schaufenstern vorbeigeht und einen Dönerspieß sieht. „Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen.“ Sie könne da gar nicht wiederstehen. „Hat das ein Vegetarier auch, wenn er einen Rasenmäher beim Rasen mähen zuguckt?“ Mit dieser Darbietung erntete sie tosenden Applaus.

Mittlerweile standen alle auf den Stühlen, denn der nächste Programmpunkt, der sich ankündigte, war Prinz Patrick I. und sein Zeremonienmeister Michael. „Jetzt kommt der wichtigste Mann im Eschweiler Karneval,“ begrüßte der Präsident des Vereins seine Ehrengäste. „Ich bin der Saunameister für die nächste halbe Stunde,“ sagte Prinz Patrick und wollte schon einen Aufguss starten. Den tropischen Temperaturen zum Trotz rockten Prinz und Zeremonienmeister ihren Auftritt, getreu dem Motto „Mir rocke de Stadt.“ Es war eine einzigartige Stimmung im Zelt, das Publikum war außer Rand und Band. Der nächste Auftritt passte zum diesjährigen Karnevalsmotto „Grenzenlos jeck“. „Die nächste Gruppe verkörpert dieses Grenzenlose,“ so Präsident Pesch, der sich auf die Komiteetanzgruppe der Stadt Eschweiler sichtlich freute.

Nach einer umwerfenden tänzerischen Darbietung, kamen Bohei auf die Bühne und brachten nochmal richtig Stimmung ins Zelt. Der Elferrat im Hintergrund zog sich schon die blinkenden Disko-Brillen an und packte die aufblasbaren Gitarren aus. Das Zelt hüpfte zusammen mit der Band, die Lieder wie „Stadt met K“, „Nie mehr Fastelovend ohne euch“, oder „Wolkeplatz“ zum Besten gaben. „The Lightnings“ konnten dann ihr Können unter Beweis stellen. Im Superwoman-Kostümen und mit viel Akrobatik brachten sie das Publikum zum Staunen. Als letzten Programmpunkt brachten „Echte Fründe“ das Zelt nochmal zum Beben.

(jw)
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