Eschweiler: Letzte Amtshandlung des „Loss mer singe“-Teams für guten Zweck

Eschweiler : Letzte Amtshandlung des „Loss mer singe“-Teams für guten Zweck

„Schunkele, Singe, Freud‘ hann“ — unter diesem fröhlichen Motto startete Mitte Februar 2010 der Eschweiler Ableger der beliebten Kölner Veranstaltungsreihe „Loss mer singe“.

Nach vielen tollen Mitsingkonzerten, bei denen sich Mundartbands aus Eschweiler und Köln in den vergangenen Jahren nicht nur mit karnevalistischem Liedgut, sondern auch mit weihnachtlichen Liedern in den indestädtischen Sälen und Kneipen präsentierten, löst sich der eingetragene Verein nun aufgrund beruflicher und gesundheitlicher Gründe auf.

Es fehle einfach an Personal, so die Organisatoren. Dort, wo damals alles begann, nämlich in der Gaststätte „Zur Altdeutschen“ an der Kochsgasse, trafen sich am vergangenen Dienstag nun die Mitglieder des indestädtischen „Los mer singe“-Teams, um, wie es in der Vereinssatzung von Anfang an festgeschrieben war, das restliche Vermögen des Vereins nach Auflösung desselbigen an die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Haus St. Josef zu übergeben. Wolfgang Gerhards, Einrichtungsleiter des Hauses St. Josef, nahm die Spende in Höhe von 4000 Euro an und bedankte sich herzlich bei den Musikbegeisterten.

Das Geld, so Gerhards, werde im Haus St. Josef in Kultur, Freizeit und Sport investiert, beispielsweise für Ausflüge der Kinder und Jugendlichen. Dazu wird es noch eine zweite Spende aus dem Rest des Vereinsvermögens an die Einrichtung geben, jedoch müssten vorher noch steuerliche Dinge geklärt werden. Auf das Ende der beliebten Veranstaltungsreihe „Loss mer singe“ und eine etwaige Fortsetzung angesprochen antwortete der Initiator des Eschweiler LMS-Teams, Achim Bergs: „Wir sind in gewisser Weise traurig, andererseits haben wir damit jetzt auch helfen können. Wir würden ein weiteres „Loss mer singe“ begrüßen, aber die Leute dafür müssen sich finden.“

Denn hinter den schönen Mitsingveranstaltungen hängt eine Menge organisatorischer Aufwand: Neben dem eh schon schwierigen Aussuchen der Lieder müssen Kneipen und Säle teils schon lange im Vorraus angemietet werden. Dazu kommen logistische Aufgaben und die Bühnentechnik. „Eine füllende Aufgabe“, so Achim Bergs.

(tim)
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