Eschweiler: Küppers Blues lässt die Eifersucht spüren

Eschweiler: Küppers Blues lässt die Eifersucht spüren

Kennen Sie den? „Ein Kölner ist bei einem Kalterherberger zu Besuch und beobachtet mit diesem einen langen Leichenzug. Fragt der Kölner: Wer ist der Tote, dem hier so viel Aufmerksamkeit zuteil wird? Daraufhin der Kalterherberger: Weiß nicht genau, aber vermutlich der im Sarg.”

Der mit so galligen Sprüchen die Lacher und Schmunzler im gut besuchten Kulturzentrum Talbahnhof auf seiner Seite hatte, war Heinz Küppers.

Der Barde aus Düren ließ sich nach zwei Jahren erneut in Eschweilers guter (Kultur-)Stube sehen und vernehmen. Was er bot, was ein munteres Potpourri munterer Texte und fesselnder Songs - ein Mix aus Altbekanntem und dem neuen Programm.

In den Songtexten selbst verbreitete Heinz Küppers - was für eine tiefe, sonore Stimme, klasse! - die unterschiedlichsten Stimmungen: verträumt, poetisch, humorvoll, melancholisch und zornig. Die Musik dazu - anfangs etwas zu laut im Verhältnis zum Sänger - war durchweg „rockig”, dabei durchmischt mit Elementen aus Jazz, Folk, Blues und Pop. Man(n) kennt die Szene nur allzugut, die einem irgendwann im Leben widerfährt.

Dass eine Beziehung ohne unerfreuliche Nebentönen nicht machbar ist, breitete Heinz Küppers dann im „Eifersuchts-Blues” aus. Dabei weiß er auch, begleitet von Robert Scholtes am Akkordeon: „Festhalten geht nicht - ich brauche ein eigenes Stück Leben, ganz für mich.”

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