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Neue Stadträte in Stolberg und Eschweiler: Konstituierende Sitzungen: „Ein Ausfall ist keine Option“

Neue Stadträte in Stolberg und Eschweiler

Konstituierende Sitzungen: „Ein Ausfall ist keine Option“

Bei der ersten Sitzung nach den Kommunalwahlen präsentiert sich den Abgeordneten ein anderes Bild als sonst. Sie tagen dieses Jahr in der Stadthalle. FOTO: MHA / Michael Grobusch

Eschweiler/Stolberg Es ist ein temporärer Umzug angesagt für die frisch gewählten Stadträte von Stolberg und Eschweiler. Denn die Ratssäle sind zu klein um in Zeiten der Corona-Pandemie für ausreichend Abstand zu sorgen.

Die Kommunen haben sich rechtzeitig auf die Suche nach Alternativen gemacht. In Stolberg ist schon klar, dass es in die Stadthalle geht. In Eschweiler hat man sich noch nicht abschließend für einen Ort entschieden.

Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Stolberger Stadtrats findet in der Stadthalle statt. Die Platzverhältnisse seien dort mehr als ausreichend, um die rund 50 Personen, bestehend aus 44 Ratsmitgliedern, dem Bürgermeister und Vertretern aus der Verwaltung, eine Corona-konforme erste Zusammenkunft in neuer Besetzung zu gewährleisten. „Der größte Aufwand ist die Tontechnik“, sagt Tobias Schneider, Pressesprecher der Stadt Stolberg. Denn natürlich müsse gewährleistet sein, dass die Anwesenden die Sprecher auch immer verstehen. Tischmikrofone, wie sie im Ratssaal üblich sind, gibt es in der Stadthalle nicht.

Stühle und Tische seien hingegen vor Ort genügend vorhanden, sie müssen lediglich „parlamentarisch“, also dem Ereignis angemessen, platziert werden. Jeder bekommt, wie auch im Rat, einen eigenen Tisch.

„Zudem müssen wir auch Plätze für Bürgerinnen und Bürger bereithalten. Dazu käme zum Beispiel die Empore in Betracht“, ergänzt Schneider. „Wir müssen diese Plätze vorhalten, denn es muss gewährleistet bleiben, dass die Sitzung öffentlich zugänglich ist.“ Dass es zu eng werden könnte, ist für Schneider nicht realistisch: „Die Stadthalle ist ja riesig“, sagt er. Auch die üblichen Hygienemaßnahmen, Abstandsregeln, Desinfektionsmittel, Mund-Nasen-Schutz, sind vorgesehen.

Schneider betont darüber hinaus, dass die konstituierende Sitzung auf jeden Fall stattfinden müsse, auch wenn man nicht fest an den 10. November gebunden sei.

Alle Ratsmitglieder müssen anwesend sein, eine Verkleinerung, wie es sie im Frühjahr gegeben habe, sei nicht möglich. „Ein Ausfall ist für uns keine Option“, sagt Schneider.

Öffentlichkeit bleibt gewahrt

In Eschweiler ist noch nicht bekannt, wo der Rat tagen wird. „Die Sitzungen finden nicht im Rathaus statt“, hält Pressesprecher René Costantini fest. Den logistischen Aufwand schätzt er als hoch ein, „analog der Einrichtung der Sitzungen in der Festhalle Weisweiler“. Wie auch in Stolberg sollen in Eschweiler die Bürgerinnen und Bürger in einer noch nicht klaren Form an der Sitzung teilnehmen können: „Natürlich wird auch die Öffentlichkeit gewahrt“, sagt Costantini. Alle Ratsmitglieder müssen vor Ort sein – das werde auch sichergestellt. Die Hygienemaßnahmen richten sich nach der Corona-Schutzverordnung, also heißt es auch in Eschweiler: Mund-Nasen-Schutz auf, Händedesinfektion und das Einhalten des erforderlichen Mindestabstands zueinander.