Eschweiler: Kleine Delphine tauchen mutig im Unterholz ab

Eschweiler: Kleine Delphine tauchen mutig im Unterholz ab

Da schlackerte selbst der Osterhase vor Überraschung mit den Ohren. „Wo sind denn die ganzen Bäume hin, hinter denen ich all die Jahre meine Nester versteckt habe?” Sturmtief „Xynthia” hatte vor einigen Wochen ganz schön gewütet, so dass der Eierversteck-Profi ordentlich ins Schwitzen kam, um im lichten Stadtwald noch einige dunkle Verstecke zu finden.

Denn der SC-Delphin-Nachwuchs schläft nicht und hatte so auch dieses Mal wieder in Windeseile alle mit Süßigkeiten gespickten Nester im Unterholz ausfindig gemacht.

Traditionell an Karfreitag wandert die Schwimmerfamilie des SC Delphin mit Kind und Kegel durch Eschweilers Forst. Zielsicher brachte Wanderführer Hartmut Schwarz die muntere Schar zur Schutzhütte am Koppweiher. Dort wartete bereits das neue Jugendwartduo Christine Pauls und Paul Roob samt Helfer auf die kleinen Eiersucher.

Und während Mama und Papa sich mit einem heißen Kaffee stärkten, hatten die 25 Jung-Delphine dieses Mal keinen Blick fürs Wasser im nahen Weiher, sondern tauchten mutig ins Gestrüpp, um die neuen Verstecke zu finden.

Zum Glück hatte der Osterhase kleine Schoko-Versionen seiner selbst in gold schimmerndes Papier gepackt und mit in die Nester gelegt, so dass ein plötzliches Funkeln zwischen Strauch und Baum verriet, wo die süßen Überraschungen wartete.

Frisch gestärkt hieß es dann noch (man ist schließlich ein Sportverein): Bewegung ist Trumpf. Hoppelnd wie ein Hase jagten die Kleinen durch den Sackhüpfparcours, mit viel Gefühl meisterten alle auch die vor Wurzelfallen nur so strotzende Eierlauf-Strecke, und beim abschließenden Dreibeinlaufen waren Teamarbeit und Koordination gefragt. Und der Osterhase? Der bekam von all dem Treiben gar nichts mehr mit.

Fix und fertig von der schweißtreibenden Eierversteckerei im Stadtwald hüpfte er mit letzter Kraft weiter Richtung Indestadt. Schließlich sollten auch die anderen Kinder noch spätestens am Sonntag einen österlichen Gruß im Garten finden. Karfreitag 2011 ist er dann wieder am Koppweiher, selbst wenn der nächste Sturm auch den letzten Baum aus der Erde rupfen sollte.