Kita Regenbogen in Eschweiler eröffnet

Kita „Regenbogen“ eröffnet: Individualität und Engagement der Kinder fördern

Zur Eröffnungsfeier der Kindertagesstätte „Regenbogen" hatte die Awo-Kisa (Kinder in der Städteregion Aachen) auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule in Dürwiß eingeladen.

Zahlreiche Interessenten aus der Umgebung sowie Familien wurden ab 13 Uhr in den Räumen der neuen Kita (Kindertagesstätte) „Regenbogen“ begrüßt, die das Konzept der offenen Arbeit vertritt und so für die Bedürfnisse der Kinder steht. Die ehemalige Kita „Villa Regenbogen“ war Anfang März in diese neuen Räume gezogen, die bisher 81 Kinder von vier Monaten bis sechs Jahren aufnimmt.

Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte die Leiterin der Einrichtung und gleichzeitig Sozialpädagogin Derya Ceylan-Odrost das Programm des Tages. So folgten Reden von Hermann Gödde, der die Vertretung des aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesenden Bürgermeisters Rudi Bertram übernommen hatte, vom Vorstandsvorsitzenden der Awo (Arbeiterwohlfahrt) Kreisverband Aachen-Stadt Hans-Peter Göbbels und von der Fachbereichsleitung Pia Rohn.

In diesen Ansprachen wurde der Kita „Regenbogen“ ebenso wie dem 16-köpfigen Team ein guter Start sowie viel Erfolg für die Zukunft gewünscht. „Eine Kita ist eine Herzensangelegenheit und als Stadt Eschweiler möchten wir unseren Jüngsten Möglichkeiten bieten, geeignete Voraussetzungen für ihr späteres Leben zu schaffen und natürlich auch den Schritt in die Gesellschaft ermöglichen“, so Gödde. Anschließend bedankte sich der Vorstandsvorsitzende bei der Stadt Eschweiler für ihr Vertrauen, aber auch bei Guido Dohmen, stellvertretender Geschäftsführer der Awo, sowie bei der Fachbereichsleitung und der Kita-Leitung für ihren Einsatz und ihre Arbeit.

Zuletzt erklärte Pia Rohn, dass das pädagogische Konzept, für das die KiSA stehe, unter anderem die Individualität und das Engagement der Kinder fördern solle. „Die offene Arbeit zeichnet sich nicht nur durch viele verschiedene Räumlichkeiten innerhalb der Kita aus, sondern soll den Kindern auch ermöglichen, ihre Interessen auszuleben und selbstständig agieren zu können“, teilte die Fachbereichsleitung den Anwesenden mit.

Anschließend wurden die Gäste durch die Kita geführt und mit den insgesamt 14 individuell gestalteten Räume mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten vertraut gemacht. Dazu gehören etwa der Kunstraum, in dem die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, oder der Lernraum, wo Gesellschaftsspiele zu finden sind, in dem aber auch die Medienerziehung stattfindet. Auf Grund der offenen Arbeit sind die Räume miteinander verbunden, sodass es keine Gruppenräume wie in anderen Kitas gibt.

Selbstständigkeit der Kinder fördern

„Das Herzstück unserer Einrichtung ist eine Tafel, wo die Kinder jeden Tag aufs Neue mit einem gelben Punkt entscheiden können, welchen Raum sie besuchen möchten. In einer Spalte für jeden Raum hängt ein Bild des jeweiligen Betreuers, damit die Kinder wissen, wer sich wo aufhält, und sie versehen ihren gewünschten Aufenthaltsort mit einer Markierung. Das klappt im Alltag sehr gut, und gleichzeitig wissen die Eltern im Nachhinein, wo ihre Kinder waren“, erläuterte Sozialpädagogin Derya Ceylan-Odrost während der Rundführung. Aber nicht nur die „Wo bin ich?“-Tafel fördert die Selbstständigkeit der Kinder, sondern auch die Essenstafel, bei der die Kinder eigenständig entscheiden können, wann sie essen möchten.

Ab 14 Uhr ging es dann mit dem Spielmannszug „die Dürwißer Jonge“ des Ortsvereins der KG Narrengarde Dürwiß weiter, denen dann ein Theaterstück der Kindergartenkinder über ein Trampeltier sowie ein gemeinsam gesungenes Lied „Kinder unterm Regenbogen“ von Heiner Rusche und Christian Hüser folgten. Daraufhin konnten die Kinder unter anderem Lavalampen selber gestalten, geschminkt werden und Wunschkarten für die Luftballons basteln, die am Ende der Eröffnungsfeier steigen gelassen wurden.

Eine Cafeteria, zu denen die Familien Kuchenspenden beigetragen hatten, stand auch während des Tages zur Verfügung. Trotz des nassen Wetters konnte die Stimmung nicht getrübt werden und so ließen die Gäste, Familien, Kindergartenkinder und Betreuer der Einrichtung Luftballons mit Wünschen für die Kita steigen. So endete ein ereignisreicher Tag der Kita „Regenbogen“.

(tcre)
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