Die Zauberflöte: Kinder von Oper begeistert

Die Zauberflöte : Kinder von Oper begeistert

Die Auftaktveranstaltung des Vereins „NIXX wie hin! Kinderkultur in Eschweiler“, die hochwertige Kultur für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren und für ihre Familien in der Aula des Städtischen Gymnasiums anbietet, ist sehr gut besucht gewesen.

Am Ende gab es nur lobende Worte von allen Beteiligten, und nicht nur die jungen Zuhörer hatten der weltweit bekanntesten und am meisten aufgeführten Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart gespannt zugehört, auch viele Eltern und Großeltern waren gleichermaßen begeistert.

Dargeboten wurde dieses klassische Werk von der „Kölner Opernkiste“ mit Kathrin Smith (Pamina, Papgena, Priester), Antonio Florez (Tamino, Monostatos) und Stefan Mosemann (Vorredner, Papageno). Für das Bühnenbild - optisch einfach, aber funktional und bestechend - war Uta Heiseke verantwortlich.

Die Art und Weise, wie die drei Profis die jungen Menschen an die „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart heranführten, war genial. Da erschien zuerst Stefan Mosemann, der die kindgerechte und interaktive Fassung für die Kinder geschrieben hatte und auch für die Regie verantwortlich war. Als Vogelfänger Papageno erklärte er, welche Singstimmen in der Oper zum Tragen kommen. An der Hand führte er die Schlange Sammy, die den Bariton, den Tenor, den Sopran und den Bass sang.

Und es kam noch besser. Da drei Opernsänger auch für eine Kinderoper zu wenig sind, durften an ausgewählten Stellen Kinder aktiv eingreifen. So brachten sie als wilde Tiere Tamino dazu, auf seiner Zauberflöte zu spielen, die „drei Knaben“ wiesen ihm den Weg und schafften es dadurch, dass Papageno und Pamina sich aus den Fängen von Monostatos befreien konnten.

Schon zuvor hatte eine Mutter aus dem Publikum die „Königin der Nacht“ gespielt, als die sie Tamino und Papageno den Auftrag erteilte, ihre Tochter Pamina aus den Händen Sarastros zu befreien. Neben der Reise zum Schloss Sarastros bandelte sich eine Liebesgeschichte zwischen Tamino und Pamina an. Doch wie es im Märchen oft vorkommt, müssen erst noch drei Prüfungen, in diesem Falle zur Standhaftigkeit, Duldsamkeit und Verschwiegenheit, abgelegt werden. Dazu halfen wieder Kinder, die die Elemente Feuer und Wasser spielten.

Die Kölner Opernsänger sangen die bekannten Arien live zur Musik vom Band. Maßgeblichen Anteil an diesem gelungenen Nachmittag hatten der 14-jährige Martin Paulmann und der 15-jährige Ali Osso, die die Technik bedienten und somit für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Für die Kinder lagen auf den Stühlen jeweils ein Notenblatt mit dem Glockenspiellied und der Vogelfänger-Arie zum Mitnehmen bereit. Wer wollte, konnte auch das Opernkreuzworträtsel lösen.

Weiter geht es am 30. November mit „Emil und die Detektive“. Eingebettet in die unwahrscheinlichste aller Rahmenhandlungen erzählt das Team des Comedia-Theaters Köln diesen Klassiker neu. Die Kölner Fassung für drei Spieler mit Filmsequenzen wurde mit dem Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis 2012 und mit dem Preis der Kinderjury beim Festival Westwind in Bonn 2013 ausgezeichnet.

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