Eischwiele-Ost: Kengerzoch verwandelt Ost in ein Farbenmeer

Eischwiele-Ost: Kengerzoch verwandelt Ost in ein Farbenmeer

„Hier war ich noch nie! Ich freue mich, endlich mal dabei zu sein“, begrüßte Seine Tollität Prinz Christian III. Donnerstagmorgen freudestrahlend die vielen Bienchen, Prinzessinnen, Krokodile, Polizisten, Gespenster, Löwen und Piraten. „Ich stehe ja sonst selbst auf der Bühne und bin unterwegs und darum ist das heute für mich ein ganz besonderes Erlebnis, bei Eurem Kinderzug dabei zu sein! Darauf ein dreifach kräftiges... Eischwiele Alaaf!“

Alle hatten sich in phantasievolle Kostüme „geworfen“, um den 12. „Kengezoch ins Ost“ in ein Farbenmeer zu tauchen und wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Über 400 Kinder (und nochmal mindestens genauso viele Erwachsene) zogen durch das Ostviertel und warfen ordentlich Kamelle unters Volk, das die Straßenränder säumte. Zuvor hatte die Feuerwehrkapelle schon für musikalische Stimmung gesorgt und Prinz Christian III. und Zeremonienmeister Frank die Kleinen herzlich begrüßt.

Tierisch gut fand dieses Quartett den Kengezoch. Denn es gab nicht nur viel zu sehen, sondern auch es ganz viele Süßigkeiten. Foto: J. Jemaat

Auch Bürgermeister Rudi Bertram und das Karnevalskomitee mit seinem Präsidenten Norbert Weiland hatten sich unters junge närrische Volk gemischt und lobten das Engagement in den höchsten Tönen. „Das ist eine Bereicherung für unsere Stadt“, brachte es der Bürgermeister auf den Punkt.

Endlich kann es losgehen. Darauf haben sich die Mädchen und Jungen aus Eschweiler-Ost das ganze Jahr gefreut. Foto: B. Geistert

„De Kenge sen at raderdoll, dat Dutzend dat es voll“: Unter diesem Motto setzte sich der kleine Lindwurm pünktlich um 9.20 Uhr mit den Mädchen und Jungen der Eduard-Mörike-Grundschule, der Kindertagesstätte Wunderland, der BKJ Herz Jesu, Kindertagesstätte Schatzkiste und viele Jugendliche aus dem Stadtteil in Bewegung, um gemeinsam mit dem Prinzen und begleitet von mehreren Musikkapellen durch die Straßen zu ziehen.

Prinzessinnen haben auch mal schlechte Laune. Aber das geht bestimmt bald vorbei. Foto: H. Leluja

Wochenlang hatten sich die Kleinen auf das große Ereignis gefreut und den Umzug durch „ihr Veedel“ bestens vorbereitet. In den Schulen und Kindergärten wurde eifrig gebastelt und geschneidert. Und so lief es dann auch Donnerstagmorgen wie am Schnürchen, natürlich auch Dank der vielen ehrenamtlichen Helfer aus der Gemeinde Herz Jesu und der neuen Organisatorin Uschi Bauer. Sie übernahm das Amt von Johannes Brosius, der den Kinderzug Ost elf Jahre lang federführend auf die Beine stellte.

Bei zwar knackig kalten Temperaturen, aber herrlichem Sonnenschein machte sich der Kindertreck auf den Weg, begleitet von der KG Löstige Afrikaner mit Fanfarenzug, vom Spielmannszug Röhe, dem Fanfarencorps Nothberg und dem Spielmannszug „De Bratschköpp“. Gesichert wurde der Kinderzug vom Deutschen Roten Kreuz; außerdem stellten sich rund 20 Ehrenamtler als Zugbegleitung zur Verfügung.

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