Eschweiler: Kaserne soll neuem Schulgebäude weichen

Eschweiler: Kaserne soll neuem Schulgebäude weichen

Ein leerstehendes Gebäude des Kasernen-Ensembles an der Preyerstraße soll einem Neubau für das Städtische Gymnasium weichen. Das hat am Dienstagabend die Mehrheit von Schul- und Planungsausschuss nach langer Diskussion gemäß dem Vorschlag der Verwaltung beschlossen.

CDU, FDP und ein Teil der Grünen wollten das alte Gebäude an der Preyerstraße 28-30 ausdrücklich erhalten, konnten sich aber nicht durchsetzen.

„Wir haben in Eschweiler langsam überhaupt keine Häuser mehr, die wir noch schützen können”, trat Franz-Dieter Pieta für den Teil der Grünen in den Ring, der aus städtebaulicher Sicht den Erhalt historischer Bausubstanz verlangt.

Die FDP vermisste zum Beispiel Auskunft darüber, wie die Stadt auf eine Anfrage des Landeskonservators reagiert hat, der vom Geschichtsverein eingeschaltet worden war. Dr. Godehard Hoffmann an die Strippe zu bekommen, sei bisher nicht gelungen, so die Auskunft aus der Verwaltung.

Denkmalwert oder nicht? Darüber habe auch die SPD nachgedacht, beteuerte Fraktionschef Leo Gehlen. Ein Neubau im hinteren Bereich bei Erhalt des alten Gebäudes sei aber nur über eine Änderung des Bebauungsplanes machbar. Dann jedoch wäre der durch die Inanspruchnahme des Konjunkturpaketes II vorgegebene Zeitplan nicht einzuhalten.

Die neue Mensa soll 250 Plätze bieten, die Kosten dafür betragen nach jetzigen Angaben in der nun beschlossenen Variante 1,85 Millionen Euro. Eine Sanierung des Kasernengebäudes würde zwar mehr Quadratmeter bieten, so Reinartz, „die aber nicht so funktional genutzt werden können”.

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