Eschweiler: Junge Polen fühlen sich bei Sportfreunden pudelwohl

Eschweiler: Junge Polen fühlen sich bei Sportfreunden pudelwohl

Zuhause werden die jungen Kicker von Legia Warschau eine Menge erzählen können. Die U9-Junioren aus der polnischen Hauptstadt waren am Wochenende Gäste beim Jubiläumsturnier der Sportfreunde Hehlrath und standen beim Bürgermeisterempfang auf dem Bauernhof Kugel ganz im Mittelpunkt.

Nach rund 20-stündiger Busfahrt war die Mannschaft um Coach Adam Orlikowski und Co-Trainer Tomasz Grudzinski am Freitag angekommen und hatte ihr Quartier in der Donnerberg-Kaserne bezogen. Im Anschluss an ein gemeinsames Frühstück am Samstagmorgen stand zunächst Sight-Seeing auf dem Programm: Ziel des Ausflugs waren der Aussichtspunkt des Tagesbaus und der „Indemann”.

Dann ging es zum Bauernhof Kugel an der Oberstraße, wo die Gastgeber um Markus und Ina Kugel die Besucher bereits mit leckeren Grillwürstchen und Getränken erwarteten.

Zum Empfangskomitee in der mit Maispflanzen und Sonnenblumen dekorierten Halle des Hofes gehörten Bürgermeister Rudi Bertram, die Kommunalpolitiker Volker Willms und Willi Bündgens, Schirmherr des Turniers, und der Vorsitzende der Sportfreunde, Guido Esser. Er sei froh und stolz, sagte Esser bei der Begrüßung, dass die Sportfreunde das international angesehene und mit Spitzenteams besetzte U9-Turnier bereits zum zehnten Mal austrügen. „Ich denke, wir haben Eschweiler mit dem Turnier in Europa bekannter gemacht.”

Rudi Bertram betonte den Gedanken der Völkerverständigung, der bei solchen Begegnungen im Vordergrund stehe, und hob die Bedeutung des Sports für die Entwicklung junger Menschen hervor: „Ich selbst habe lange Fußball gespielt; es ist wichtig, dass man in einer Mannschaftssportart zusammenhält.”

Zur „Verpflegung” hatte er den jungen Kickern zwei große Kartons Waffeln made in Eschweiler mitgebracht. Legias Trainer Adam Orlikowski rückte ebenfalls den Gedanken der Völkerbegegnung in den Mittelpunkt und bedankte sich für die Gastfreundschaft: „Wir freuen uns jedes Jahr aus Neue, in dieser schönen Gegend mit ihren sehr sympathischen Menschen zu sein.” Als kleines Dankeschön hatten die Besucher aus Polen Präsenttaschen mit einem Wandkalender und dem Clubschal von Legia Warschau vorbereitet.

Guido Essers Sohn Alex erwies sich übrigens als perfekter Dolmetscher. Der 17-Jährige übersetzte nicht nur in beide Richtungen, sondern hatte bereits beim morgendlichen Ausflug als Reiseleiter fungiert.