Eschweiler: Jetzt wird auch der letzte Kleiderständer verscherbelt

Eschweiler: Jetzt wird auch der letzte Kleiderständer verscherbelt

Mehr als ein Jahr ist seit der Schließung des Hertie-Warenhauses vergangen. Niemand weiß, wie die Zukunft des City-Centers aussieht und ob es in der Form überhaupt noch Zukunft hat.

Dienstagmorgen kehrte etwas Leben in die einstmals beliebte und belebte Einkaufspassage zurück. Und bezeichnenderweise stand auch dies in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Warenhaussterben. Ein Unternehmen aus Mettmann, das auf die Veräußerung von Konkursmasse spezialisiert ist, hatte zum großen Ausverkauf gerufen. Was früher einmal Ladeninventar von Hertie bzw. Karstadt war, stand nun selbst zum Verkauf. Um 10 Uhr sollten sich die Türen des Warenhauses öffnen, ein paar Minuten vorher standen bereits einige Dutzend Schnäppchenjäger mit ganz unterschiedlichen Erwartungen vor dem Haupteingang.

Knapp 15 Monate nach der Schließung des Warenhauses öffneten sich dann noch einmal die Pforten. Vor allem Regale, Verkaufstische, Ständer und Büromöbel in mehr oder auch weniger gutem Zustand gab es zu erwerben, die über den großen Verkaufsraum im Erdgeschoss verteilt auf neue Besitzer warteten. Aber auch viel Kleinzeug wie Überwachungsmonitore, Kabel, Kleiderbügel, Telefone und Tischsteckdosen wurden auf Wühltischen und in Kartons angeboten.

Eschweiler ist nur eine von 43 Hertie-Filialen, in denen das Unternehmen aus Mettmann solche Räumungsverkäufe veranstaltet. Das Haus zählt eher zu den kleineren. Der Räumungsverkauf hier geht noch bis Donnerstag, 18 Uhr.