Eschweiler: Jack Esser: Am Wetterschacht hat er viele Erfolge gefeiert

Eschweiler: Jack Esser: Am Wetterschacht hat er viele Erfolge gefeiert

Das runde Leder war immer seine Leidenschaft. Es gibt wohl kaum jemanden aus der (etwas) älteren Eschweiler Fußballergeneration, der mit seinem Namen nichts verbindet. Am kommenden Freitag blickt Jack Esser nun auf ein Dreivierteljahrhundert zurück. Das Urgestein der Sportfreunde Hehlrath und des Eschweiler Fußballvereins vollendet sein 75. Lebensjahr.

Am 9. April 1935 in Röhe geboren, zog es Jack Esser nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Rückkehr aus der Evakuierung in Westfalen nach Hehlrath. Bei den Sportfreunden begann seine Laufbahn als Fußballer, die ihn als A-Junior in die Kreisauswahl führte. Nach zwei Jahren in der ersten Seniorenmannschaft der Sportfreunde folgte dann ein sportlich großer Schritt: Jack Esser wechselte zum Traditionsverein Rhenania Würselen, der damals in der 2. Liga West spielte.

„Die Rhenania war damals ein richtig großer Verein”, erinnert sich das Geburtstagskind und schüttelt angesichts der Tatsache, dass der Verein heute in der Kreisliga B Gegner der Sportfreunde Hehlrath ist, etwas verständnislos den Kopf.

Ende der 50er Jahre entschied sich der Verteidiger, der nach eigenen Angaben „immer hart und meistens fair am Mann” spielte, zur Rückkehr in Richtung Heimatstadt. Jack Esser schnürte seine Fußballschuhe nun für die Eschweiler SG. „Auf dem damaligen Sportplatz an der Talstraße fand so manches denkwürdige Spiel vor großer Zuschauerkulisse statt”, blickt der gelernte Dreher, der 1958 seine Frau Berti heiratete, zurück. Auf Grund eines Meniskusschadens musste Jack Esser seine Laufbahn als Spieler allerdings noch vor seinem 30. Geburtstag beenden.

Was nicht bedeutete, dass der Fußball ihn losließ. Im Gegenteil: „Ich hatte Interesse, Trainer zu werden”, blieb er seinem Sport treu. Er nahm an Kursen teil, unter anderem gehörte auch Dettmar Cramer zu seinen Lehrmeistern, und erwarb den B-Schein. Seine erste Station als Trainer sollte der Eschweiler FV sein. Eine Verbindung, die zunächst 14 Jahre, später kamen zwei weitere hinzu, halten sollte. „Am Wetterschacht habe ich viele Erfolge feiern dürfen.

Ich übernahm die erste Mannschaft in der zweiten Kreisklasse und führte sie bis in die Bezirksliga”, denkt er gerne an die Zeit in Eschweilers Osten zurück. „Noch heute besteht eine enge Bindung zum EFV, wo ich in Sachen Kameradschaft die wohl schönste Fußballzeit erlebt habe”, ist der Kontakt niemals abgebrochen. So ist seine Frau Berti seit inzwischen 35 Jahren fester Bestandteil des „Frauentreffs”, dem die besseren Hälften von Jacks ehemaligen Spielern angehören.

Nach einem Abstecher zum SVS Merkstein und seinem zweiten Trainer-Gastspiel beim EFV schloss sich schließlich der Kreis: Jack Esser kehrte zu seinen Wurzeln zurück und übernahm die erste Mansnchaft der Sportfreunde Hehlrath.

Am „Maxweiher” beendete der nun bald 75-Jährige seine Trainertätigkeit. Doch sein Herz hängt noch am Fußball und an den beiden Vereinen, die ihn am meisten prägten. „Das Geschehen beim Eschweiler FV und den Sportfreunden Hehlrath verfolge ich nach wie vor”, berichtet der Jubilar. Und so werden am kommenden Freitag wohl einige Gratulanten den Weg in die Schwarzwaldstraße 8 nach Hehlrath finden. Ab 11 Uhr steht die Tür für Gäste offen. Einen Tag später steht übrigens das nächste Fest ins Haus. Dann feiert Berti Esser ihren 74. Geburtstag.