Eschweiler: Im Jahr 2019 soll für Marianne Beym Schluss sein

Eschweiler : Im Jahr 2019 soll für Marianne Beym Schluss sein

Seit 27 Jahren ist sie die gute Seele der ehrenamtlichen Patientenbetreuer am Onkologie-Standort im St.-Antonius-Hospital, doch die Begleitung der Krebspatienten war Marianne Beym schon vor einem Vierteljahrhundert zu wenig und so hob sie kurzerhand mit Monika Gier und Magdalena Esser den beliebten Adventsbasar im Foyer des Krankenhauses aus der Taufe.

Dieser hat auch im vergangenen Jahr wieder eine rekordverdächtige Summe von 13.000 Euro eingebracht, die das mittlerweile 30 köpfige Ehrenamtlerteam nun an den Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Dr. Peter Staib, überreichte.

„Die 25 Jahre möchte ich noch voll machen, dann ist Schluss für mich“, überraschte Marianne Beym bei der Scheckübergabe am vergangenen Mittwoch im Klinik-Café „Akzente“. Sie habe zwar lange mit sich gerungen, aber irgendwann müsse sie auch einmal kürzer treten, begründete die manchmal streitbare, aber stets im Dienste der guten Sache agierende Organisatorin und Leiterin des Hobbykünstlerteams.

So ganz wird sie ihr Lebenswerk jedoch nicht loslassen, ihr Bastelkeller und ihre Küche stehe auch nach ihrem offiziellen Rücktritt im April 2019 natürlich weiter zur Verfügung, versprach Marianne Beym, die gemeinsam mit dem Verein Regionaler Onkologischer Schwerpunkt Eschweiler auf einen mindestens genauso engagierten Nachfolger hofft. Schließlich wird wohl mit dem Basar in diesem Jahr, der traditionell am ersten Adventswochenende stattfinden wird, die 200.000-Euro-Marke geknackt werden, als Gesamtspendensumme in 25 Jahren.

Ihr ganz besonderer Dank gelte natürlich den vielen unermüdlichen Bastlern der Ehrenamtlichen Patientenhilfe, die jetzt schon wieder an den selbst gemachten Weihnachtsgeschenken für den kommenden Basar arbeiten. Aber auch die stetig steigende Zahl an Sachspenden aus der Eschweiler Bevölkerung machen die Spendensummen, die seit Jahren immer bei über 11.000 Euro lagen, möglich.

„Das ist schon außergewöhnlich, dieses Engagement hier in Eschweiler“, merkte Dr. Peter Staib von der onkologischen Klinik an und freut sich, nun bald ein Entertainment-System, weitere Trainingsgeräte für die Isolierzimmer und darüber hinaus auch ein Software-Update für das Telemikroskopiesystem, einem Videoanalysen-Netzwerk mit anderen onkologischen Kliniken, anschaffen zu können, um den Patienten auf der onkologischen Station der Eschweiler Klinik nicht nur den Aufenthalt angenehmer zu machen, sondern sie auch am medizinischen Fortschritt teilhaben zu lassen.

„Frau Beym hatte immer alles und uns alle im Griff“, dankte der geschäftsführende Vorstand des St.-Antonius-Hospitals, Elmar Wagenbach, mit einem Schmunzeln, unterstützt von vehementem Nicken der Geehrten, die sicherlich vieles im „Ruhestand“ vermissen wird, nur eines nicht: „Diese vielen Auflagen der Behörden und Institutionen, das war schon manchmal echt nicht leicht.“

Doch Marianne Beym wäre nicht 25 Jahre mit ihrem Basar so erfolgreich, wenn sie nicht jedes Mal für die gute Sache mit aller Kraft gekämpft und auch gestritten hätte, sie wird große Fußstapfen hinterlassen.

(vr)
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