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Interview über das Feiern an Heiligmorgen: „Ich bin positiv überrascht“

Interview über das Feiern an Heiligmorgen : „Ich bin positiv überrascht“

Für Pfarrer Michael Datené war die Tradition neu, als er 2015 anfing. In Eschweiler wird auf dem Markt in der Schnellengasse am Heiligen Morgen gefeiert. Was hält er davon?

Am Heiligen Morgen wird auf dem Markt und in der Schnellengasse gefeiert. Darüber sprach Michael Datené, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, mit Carsten Rose.

Was halten Sie von dem fröhlichen Feiern an diesem besonderen Morgen?

Michael Datené: Bevor ich 2015 nach Eschweiler gekommen bin, kannte ich die Tradition nicht. Ich bin aber positiv überrascht, wie es läuft – und ich finde das gemeinsame Feiern an Heiligmorgen auch gut. Gerade zu diesem Fest ist eine gute Möglichkeit, Beziehungen und Freundschaften zu pflegen oder zu knüpfen.

Sie haben also nicht den konservativen Blick, dass es nicht besinnlich ist, wenn man feiernd in den Heiligen Morgen beziehungsweise den Heiligen Abend startet?

Datené: Nein, überhaupt nicht. Wenn die Gottesdienste beginnen, ist der Markt ja auch leer. Ich habe das Gefühl, dass sich viele, die tagsüber auf dem Markt sind und feiern, sich auch auf den Gottesdienst vorbereiten. Die Tradition finde ich einfach gut! Die Absprache mit Michael Esser vom Mexi & Co ist auch gut, im Prinzip ist alles perfekt an diesem Tag.

Es gibt ja auch noch den Kneipen-Gottesdienst. Ist der eine Option auch für Weihnachten?

Datené: Der Kneipen-Gottesdienst findet zwei bis drei Mal im Jahr statt, auch für 2020 ist er wieder geplant, aber nicht für Heiligmorgen. Die Pfarre Peter und Paul bietet dafür den Gottesdienst „Weihnachten anders“ an, der dieses Mal im Bonitfatius-Forum stattfindet. Der ist hervorragend geeignet für diejenigen, die an dem Tag auf der Suche nach Besinnung und guten Gefühlen sind, dafür aber nicht die Kirche als richtigen Ort ansehen und sich dort nicht richtig aufgehoben fühlen. Das Angebot spricht viele an.