Eschweiler: Hubschrauberlandeplatz soll Ende des Jahres fertig sein

Eschweiler: Hubschrauberlandeplatz soll Ende des Jahres fertig sein

Bald rücken wieder die großen Kräne an. Der Auftrag zum Bau des Hubschrauberlandeplatzes am St.-Antonius-Hospital wurde vergeben. Am Freitag unterschrieb Elmar Wagenbach, geschäftsführender Vorstand des Krankenhauses, die Verträge.

350 Tonnen Stahl werden bis Oktober/November verbaut. Allein für diesen Auftrag werden 2,24 Millionen Euro fällig. Der Auftrag wurde an die Firma SSM (Steenfelder Stahl- und Maschinenbau GmbH) aus dem Emsland vergeben. Es ist eine Spezialfirma für den Bau von unter anderem Hubschrauberdecks.

Einen Durchmesser von 28 Metern wird die Plattform, die rund 38 Meter über dem Boden sein wird, haben, die Fläche wird 650 Quadratmeter betragen.

Mit dem bisherigen Hubschrauberlandeplatz hat dieser neue recht wenig gemein. Ein neuer Hubschrauberlandeplatz muss her, weil das St.-Antonius-Hospital im Traumanetzwerk ist. Dafür braucht das Krankenhaus eben den Hubschrauberlandeplatz und der alte war nach EU-Richtlinien nicht mehr zeitgemäß. Vor allem ist wesentlich mehr Technik untergebracht. Der technische Leiter Michael Deußen geht von jährlichen Betriebskosten von 35.000 bis 40.000 Euro aus und Elmar Wagenbach ergänzt: „Das ist ein Zuschussgeschäft.“

Derzeit landet der Rettungshubschrauber übergangsweise auf dem Landeplatz der Feuerwehr am Florianweg, die Patienten werden mit dem Rettungswagen bis zum Hospital gebracht. Sobald die 350 Tonnen Stahl geliefert und die großen Kräne angerückt sind, soll es rund 100 Tage dauern, bis die Baumaßnahme abgeschlossen ist. Auf drei großen Stahlstelzen wird die Plattform verankert sein. Das Hospital muss einige Herausforderungen in dieser Zeit meistern. so muss natürlich der optimale Transport der Patienten gewährleistet sein. Tageweise werden Parkplätze nicht zur Verfügung stehen.

Neben dem Bau des Landeplatzes wird die Onkologie ausgebaut, die rund 7000 Patienten im Jahr zählt. Das neue achte Obergeschoss mit seinen 1600 Quadratmetern Grundfläche dient nicht nur der Onkologie: Hier wird zudem ein 625 Quadratmeter großes Zyto-Labor untergebracht, in dem etwa zehn Mitarbeiter beschäftigt sind, 160 Quadratmeter Reinräume zur Herstellung von Zytostatika eingeschlossen. Geplant sind auch ein kleines Blutlabor und ein Labor zur Herstellung von Frühgeborenen-Nahrung.

Für die gesamte Baumaßnahme, also den Hubschrauberlandeplatz und die Erweiterung der Onkologie waren 8,7 Millionen Euro veranschlagt. Derzeit geht Elmar Wagenbach von rund 9,5 Millionen Euro aus.

(tob)
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