Eschweiler: Hochzeitsbäume: Symbole lebendigen Miteinanders

Eschweiler: Hochzeitsbäume: Symbole lebendigen Miteinanders

Bäume gelten von jeher als Sinnbilder des Lebens und der Beständigkeit und Fruchtbarkeit. Sie tauchen in der germanischen Mythologie genauso auf wie in der Bibel oder buddhistischen Legenden.

So wurden schon vor mehr als 100 Jahren als Teil eines Hochzeitsbrauchs Bäume von jungen Brautpaaren gepflanzt um eine spezielle Erinnerung an den Tag ihrer Hochzeit zu haben und den Hochzeitsbaum ebenso wie ihre Ehe mit der Zeit wachsen zu sehen.

Dieses Brauchtum wurde mit der Zeit in vielen Ortschaften aufgegeben und geriet immer mehr in Vergessenheit.

Im Jahr 1979 brachte ein Eschweiler Bürger den Brauch wieder in Erinnerung und machte den Vorschlag das Hochzeitsbaumpflanzen wieder aufleben zu lassen.

Die Stadt Eschweiler griff diesen Vorschlag auf und initiierte 1980 die erste Hochzeitbaumpflanzung, die seitdem zweimal jährlich, im Frühjahr und Herbst, durchgeführt wurde.

Am Freitagnachmittag brachen 34 verheiratete Paare mitsamt der Hauptorganisatorin Hedwig Assenmacher von der Abteilung Freiraum und Grünordnung der Stadt Eschweiler zur Ausgleichsfläche zwischen auf halber Strecke zwischen Eschweiler-Ost und Dürwiß auf. Dort war die Pflanzung von den Mitarbeitern des Forstamtes, allen voran Försterin Susanne Gohde, vorbereitet worden.

Stadtkämmerer Manfred Knollmann, sowie Inge Fuchs und Heinz Schmitz vom Standesamt ließen sich die Möglichkeit nicht nehmen, den glücklich verheirateten Paaren beim Pflanzen ihrer ganz einzigartigen Erinnerung in Form eines Wildobstbaumes zuzuschauen.

Von diesen lebenden Erinnerungen stehen im ganzen Stadtgebiet Eschweiler bereits 1975, die das Landschaftsbild optisch bereichern, Nist- und Brutraum bieten und hoffentlich ihre Wurzeln genauso tief schlagen wie die Liebe als Grundlage der Ehe.