Eschweiler: Hier lebten schon die Steinzeitmenschen

Eschweiler: Hier lebten schon die Steinzeitmenschen

Wenn Archäologen an der Auerbachstraße ihre Fühler ausstrecken, ist das für die Stadt ein gutes Zeichen. Denn es tut sich etwas. Wo in naher Zukunft mit modernster Elektronik gehandelt werden soll, gilt das Interesse im Moment der grauen Vorzeit. Bevor der Media-Markt gebaut werden kann, wird nach Bodendenkmälern geforscht.

Deswegen bewegte sich in den vergangenen Tagen ein Bagger über den Acker und hob im säuberlichen Abstand von zehn Metern Gräben aus. Suchschnitte, nennt das der Archäologe.

„Das ist Routine im Vorfeld zu einer großen Baumaßnahme”, erklärt der Technische Beigeordnete Hermann Gödde. „Im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens ist das eine Auflage.”

In der Region haben sich nicht nur die alten Römer getummelt, weshalb gelegentlich in einem Gewerbegebiet dann auch mal eine „villa rustica”, ein römisches Landgut, wieder das Licht der Welt erblickt. An der Auerbachstraße gehen die Funde viel weiter zurück, denn wir befinden uns auch in einer Gegend der so genannten Bandkeramik. Schon bei Voruntersuchungen vor zwei Jahren hatte sich herausgestellt, dass hier in der Jungsteinzeit (5000 bis 2000 Jahre vor Christus) Menschen lebten.

Pfostenlöcher und größere Gruben legen davon heute noch Zeugnis ab, berichtet der Archäologe und Vermessungstechniker Stefan Graskamp von der Grabungsfirma „archaeologie.de” aus Duisburg. Im Moment sind die Grabungsergebnisse im nassen Boden aber unter Wasser abgetaucht.