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Hausbesuche der Raiffeisen-Bank durch Corona gebremst

Hausbesuche der Raiffeisen-Bank : Die Anlaufphase erfährt einen jähen Einschnitt

Die Raiffeisen-Bank Eschweiler begrenzt Besuche bei in der Mobilität eingeschränkten Kunden „auf ein Mindestmaß“. Corona-Krise bringt vorübergehende Filialschließungen mit sich.

Nach der Schließung ihrer Filiale in Röhe geht die Raiffeisen-Bank Eschweiler neue Wege. Die beiden früheren Ansprechpartnerinnen aus der Röher Filiale besuchen in ihrer Mobilität eingeschränkte Kunden einfach daheim - mit kleinen E-Autos. Die Hausbesuche dienen der Vorbeugung, äußert die Bank. „Wir wollten Betrugsfälle von vornherein ausschließen“, betont Vorstandsvorsitzender Bernd Schendzielorz. Schließlich kennen die Kunden ihre Ansprechpartnerinnen seit vielen Jahren. Auch ein privates Wort wird da einmal gewechselt. „Die langjährigen Kunden sollen nicht vergessen werden“, unterstreicht Schendzielorz.

Einen jähen Einschnitt erfuhr das Angebot allerdings durch die Ausbreitung des Coronavirus. „Ab der zweiten März-Hälfte ist es wie abgeschnitten, unsere Empfehlung lautet aber auch, das auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Der Kundenstrom in den Filialen ist auch merklich abgeebbt“, sagt Schendzielorz.

Im Januar nutzten 31 Kunden den Service in den eigenen vier Wänden. Im Februar wurden wegen der Karnevalstage weniger notiert: 25 Hausbesuche. Ein bis zwei Fahrten zu Kunden unternehmen die Bankkauffrauen also pro Arbeitstag. In diese Anlaufphase schneidet die Corona-Krise nun hinein. Die ehemalige Filiale in Röhe war nach Unternehmensangaben nicht mehr kostendeckend zu betreiben. Da die Hauptfiliale in der Franzstraße sowie die Zweigstelle Kinzweiler nicht weit entfernt liegen, hat sich der Großteil der Kunden auf diese verteilt. „Selbst fußläufig wurden diese Filialen seit der Schließung in Röhe viel genutzt“, erklärt Schendzielorz. Es handelt sich – je nachdem von wo aus man startet – um einen Fußmarsch von etwa einer halben Stunde.